Was wir an einem Tag essen

bunter Teller

Ich finde es selbst immer wieder interessant zu erfahren, was in anderen Familien so gegessen wird, weshalb ich mir gedacht habe, einen Beitrag darüber zu schreiben, was wir an einem Tag essen (meine Familie).

Nachdem jedes einzelne Familienmitglied andere Bedürfnisse hat – auch in Bezug auf Essen – ist es nicht immer einfach, die Familien-Essens-Bedürfnisse und Geschmäcker unter einen Hut zu bringen.

Kilian, mein ältester Sohn ist Karnist, das er jedoch nur außerhalb unseres Hauses auslebt. Zuhause isst er wie meine Tochter Fiona vegetarisch (das ist unser Deal). Der Rest der Familie (mein Mann Sepp, unsere zwei Kleinen Levin & Jorin und ich) ernährt sich rein pflanzlich (vegan) und das auch noch sehr gesund.

Prinzipiell wird in unserem Haus vegan gekocht – zumindest von mir.
Die Großen sind schon in der Lage und nutzen dies auch oft, um sich selbst ihr Essen zu kochen. Vor allem abends werden von ihnen Nudelberge mit Tomatensauce gekocht und mit viel Parmesan bestreut, der Toaster mit der Produktion von Käsetoasts intensiv beschäftigt und die Pfannen mit Spiegeleiern oder French Toast zum Glühen gebracht.

So unterschiedlich die Ernährungsformen in unserer Familie auch sind, so unterschiedlich sind auch die Gerichte, die jeder Einzelne an einem Tag zu sich nimmt.

 

Ich beschreibe euch mal einen Tag, wie er sich auch immer wieder wiederholen könnte:

Was wir an einem Tag essen

Das Frühstück

Kilian und Fiona frühstücken vor der Schule oft Vollkornbrot mit Honig oder Obst – wenn sie sich Zeit dafür nehmen.

Die zwei jüngeren Geschwister Levin & Jorin essen am liebsten ihr Müsli mit Kiwi, Banane und einer Milch aus Mandelpüree und Wasser. Ich verwende gerne ein Basismüsli (wie dieses hier: Jentschura Morgenstund Basisches Frühstück, 1er Pack (1 x 2 kg) und mische noch geschälte Hanfsamen, Chiasamen, Moringapulver und fein vermahlene Aroniabeeren unter. Damit haben sie einen gut sättigenden und sehr nährstoffreichen Start in den Tag, der sie nicht belastet.

Müsli

Mein Mann ist der Smoothie-Man und fabriziert mit voller Leidenschaft und Hingabe seinen täglichen grünen Smoothie aus unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten, Graspulvern im Winter und frischen Wildkräutern von Frühling bis Herbst. Davon trinkt er immer einen guten halben bis dreiviertel Liter und manchmal darf auch Jorin noch etwas davon mitnaschen 😉

Smoothie

Einer seiner Smoothies umfasst z.B. ein großes Stück Papaya oder Ananas, 1 Orange, 1 Handvoll Blattspinat, 2 Stangen Stangensellerie, 1 Stück (ca. 7 cm) einer Salatgurke, 1 Blatt Aloe Vera, 1 TL Gras-/Algen-/Kräuterpulver oder eine Handvoll frische Wildkräuter wie Brennessen, Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere,…

Tja, dann komme noch ich…. und obwohl mir das Smoothie trinken fehlt, lasse ich das Frühstück einfach aus. Ich trinke dafür einen halben Liter grünen Tee und eine große Kanne (1 l) lauwarmes Zitronenwasser (manchmal mit noch extra Ingwer) über den Vormittag verteilt.
Auf diese Weise gebe ich meinem Organismus die Möglichkeit über die Nacht hinaus noch weiter zu entgiften, sich zu verjüngen und zu erholen. Der Fachbegriff hierfür ist intermittierendes Fasten – für mich tägliches Fasten im Kleinen.
Manchmal kommt es vor, dass ich schon vor dem Mittag und somit vor meiner 1. Mahlzeit wirklich Hunger bekomme, dann esse ich am liebsten eine reife Banane (die mit den braunen Punkten) mit ein paar Paranusskernen. Das macht mich satt und zufrieden und ich liebe diese einfache und köstliche Geschmackskomposition.

 

Zu Mittag

Mittgas wird bei uns immer frisch gekocht und zu jeder pikanten Hauptspeise gibt es eine bunten Salatmix dazu.
Wie lieben unterschiedliche Blattsalate mit roten Paprikastreifen, Karottenspirelli, Tomaten, Zwiebel und zusätzlich Knoblauch. Abgemacht mit Apfelessig (außer bei mir, denn ich mag gar keinen Essig), Olivenöl oder dem heiß geliebten steirischen Kürbiskernöl und mit ein paar Saaten (Kürbis-, Sonnenblumenkernen oder Hanfsamen) bestreut, fertig ist der tägliche Speisebegleiter.

Salatschüssel

Als Mittagsgericht reicht uns ein Hauptgericht (ohne Vor- und Nachspeise), außer es gibt dann und wann ein süßes Hauptgericht, dann wird davor eine Suppe gereicht. Das habe ich noch aus meiner Kindheit so abgespeichert und möchte selbst nicht auf die pikante Vorspeise verzichten.

Für das Hauptessen des Tages verwende ich immer eine sattmachende Komponente wie Getreide, Pseudogetreide oder Kartoffeln, Hülsenfrüchte UND immer eine oder mehrere Arten von Gemüse.

Wenn ich z.B. Kichererbsen vorbereite, dann weiche ich diese 12-24 Stunden in kaltem Wasser ein und koche sie danach in frischem Wasser ein halbe Stunde. Durch die längere Einweichzeit verkürzt sich die Kochdauer und die Kichererbsen werden zudem noch besser verträglich.
Bei diesem Aufwand zahlt es sich schon aus, gleich eine größere Menge vorzubereiten und dann zwei Tage hintereinander ein Kichererbsengericht zu kochen oder auch Hummus herzustellen. Die gekochten Kichererbsen sind einige Tage im Kühlschrank haltbar und können so für unterschiedliche Wohlfühlgerichte verwendet werden.

Diesmal war es an einem Tag ein bunter Teller mit gebratenen Kichererbsen, Karottensticks, Erbsen, Ofenkartoffeln und einer Currysauce. Natürlich mit einer zusätzlichen Schüssel Salat.

bunter Teller

Am nächsten Tag gab es Dinkelvollkornnudeln mit gebratenen roten Paprika und Zwiebeln, Knoblauch, Kichererbsen – gewürzt mit bisschen Curry, Tamari und geräuchertem Paprikapulver. Salat dazu und wir hatten ein schnelles und überaus leckeres Mittagessen.

Kichererbsennudeln

 

Der Abend

Abends wird bei uns nicht viel Tamtam ums Essen gemacht. Die Großen streiten sich hier am liebsten um Nudeln, Soßen, Eier oder Käsetoast und für den Rest der Familie gibt es entweder die Reste von Mittag, eine Schüssel Salat oder gerne ein „typisches Frühstück“ wie Porridge, (Kokos-) Joghurt mit Früchten, Chiapudding mit Fruchtsoße, einen Leinsamenpudding oder eine Smoothie-Bowl.

Kokosjoghurt

Nur manchmal zelebrieren wir das gemeinsame Abendessen, wo wirklich alle dasselbe essen, mit einer richtigen Jause bzw. Brotzeit. Dazu gibt es dann am liebsten selbst gebackene Brötchen/Weckerl (Vollkorn oder glutenfrei) mit einem frisch gemixten Aufstrich (am liebsten aus Avocado, Knoblauch, Zitronensaft und Salz), Paprika, Gurken, Tomaten, Oliven und viel Zwiebel dazu.

Abendessen

Brotzeit

Warum es das nicht täglich gibt? Ich versuche Brot und andere Getreideerzeugnisse wie Nudeln nicht zu oft in unseren Speiseplan zu integrieren um Gluten zu vermeiden und die süchtig machende Wirkung zu reduzieren. Zum Glück gibt es viele gute Alternativen 😉

 

Snacks für Zwischendurch

Das war´s nun mit den Hauptmahlzeiten eines Tages.
Natürlich brauchen vor allem die Kinder noch zwischen den Mahlzeiten was zu essen – sie halten die lange Zeit schwer ohne Snacks aus. Vor allem unser jüngster Spross braucht andauernd (zumindest gefühlt) etwas zu essen. Wir Erwachsenen halten uns mit den Snacks eher zurück und essen höchstens die übrig gebliebenen Früchte der Kids. Außer wenn Freunde und Familie zu Besuch sind, da naschen wir auch gerne zwischendurch mal einen Rohkostbrownie, ein Stück Torte oder Kuchen.

Rohkostbrownies

Als Snacks verwenden wir am liebsten Früchte wie Äpfel und Birnen, Mangos und Kiwis, Banane und alles was saisonbedingt zu haben ist (Kirschen, Beeren, Wassermelone, Marillen,…) und Gemüse wie Karotten und Gurken. Wenn es etwas gehaltvoller sein soll, weil wir vielleicht unterwegs sind und das Essen sich verspäten wird, gibt es zu den Früchten zusätzlich Nüsse und Maroni (vorgegarte Esskastanien) und hin und wieder auch selbst gemachte Energiebällchen.

Beeren

Trockenfrüchte gibt es nur sehr selten und wenn am ehesten Gojibeeren, ungesüßte Preiselbeeren und ungeschwefelte Aprikosen. Ich bin kein großer Fan von täglichem Konsum von Trockenfrüchten, da sie sehr viel Fruchtzucker (Fructose) enthalten und wir mit PURKOST eine eher zuckerarme Ernährung leben. Wir essen lieber frische Früchte anstatt Trockenfrüchte. Aber hin und wieder sind sie natürlich auch in unserer Snack Box zu finden.

Dieser tolle Snack für Zwischendurch ist bei uns allen auch gern gesehen und ist im Handumdrehen gemixt: die grüne Bananenmilch und der Mori-Latte

Die grüne Bananenmilch ist nicht deshalb grün, weil die Bananen noch unreif und grün sind, im Gegenteil, die Bananen müssen reif (mit braunen Punkten) sein, um die Milch besonders schmackhaft und süß zu machen. Diese werden mit Mandelpüree, Wasser und einer Handvoll Babyblattspinat zu einer grünen, sehr zart schmeckenden Milch gemixt. Wer es süßer haben möchte, fügt noch 2-3 Datteln hinzu. Die Kinder bzw. wir alle lieben sie und sie eignet sich besonders gut als Energiebringer für zwischendurch.
Auch im Sommer bei einem Besuch am See, ist sie unser beständiger Begleiter.

Bananenmilch

 

Auch wenn es sehr unterschiedlich, oft total chaotisch und auch hektisch bei uns in der Küche zugeht (sechs, oft noch mehr Menschen in der Küche sind), was sich natürlich auch auf die Gerichte auswirkt, hoffe ich, ihr konntet einen guten Einblick darüber bekommen, was wir an einem Tag essen und wie es bei uns als Familie essenstechnisch läuft.

Ich bin gespannt über eure Meinungen und Abläufe und ob es Parallelen in unseren Essensabläufen gibt. Schreibt mir gerne ausführlich dazu, wie ein Tag bei euch, in eurer Familie abläuft.

 

Alles Liebe, Moana

 

 

2 Comments

  • Anna Maynert

    Reply Reply 18. April 2017

    Was für ein schöner, inspirierender Artikel 🙂 Vielen Dank für den Einblick! Die selbstgebackenen Semmel sehen toll aus (die anderen Rezepte auch 😉 )!!! GLG Anna

    • Moana

      Reply Reply 27. April 2017

      Ich danke dir liebe Anna für das tolle Kompliment! Grüne Grüße, Moana

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