Warum ich die vegane Ernährung für meine Kinder und mich bevorzuge

Der Beginn meiner veganen Ernährungsweise startete mit einem einmonatigen Experiment.

Davor beschäftigte ich mich zumindest gedanklich (und lesend) stark mit der rein pflanzlichen Kost und kam immer wieder zu dem Schluss: ohne Topfen, Joghurt, Milch, Käse und Eier schränke ich mich geschmacklich und kochtechnisch zu sehr ein. Gesund und einfach kochen ist somit nicht möglich. Trotzdem hatte ich es immer im Hinterkopf, dieses „vegan sein“ – meiner Gesundheit und die meiner Kinder zuliebe.

Denn es war absolut logisch für mich, was die Tiermilch anging: die Milch der Kuh ist für das Kalb bestimmt, die Milch des Schafes gehört dem Lamm, usw.

Kein anderes Säugetier, ausgenommen der Mensch, nimmt die Muttermilch eines anderen Säugetiers zu sich sobald es selbst abgestillt ist.

Sobald ich mich mit diesem Thema noch intensiver beschäftigte und erfuhr, wie die Milchindustrie wirklich funktioniert, wollte ich kein Teil dieser Wirtschaft mehr sein und diese unterstützen.

Dabei auch noch die (meist grausame) Aufzucht, Haltung, Verwendung und Tötung von Tieren nicht zu unterstützen und zugleich die Ressourcen der Erde zu schonen war ein weiterer Anreiz für unsere Ernährungsumstellung.

Gemüse & Früchte

Das Experiment begann

Woher es auch immer kam, plötzlich war ich soweit: mein Bewusstsein hat sich auf die nächste Ebene begeben – so kam es mir zumindest vor.

Mitten in meiner Stillzeit, ein paar Wochen nach der Geburt meines jüngsten Sprosses, kochte, aß, und genoss ich alle meine Gerichte wie zuvor, mit dem Unterschied, dass ich sie nun rein pflanzlich zubereitet habe. Und es ist mir ganz leicht gefallen, als hätte ich nie anders gekocht.

Um meinen Liebsten (und Levin, unseren 3-jährigen) auch von dieser Art der Ernährung zu überzeugen, starteten wir ein einmonatiges Experiment um danach gut reflektieren zu können, ob und inwiefern sich etwas verändert hatte.

Nach diesem Monat oder eigentlich schon davor, reflektierten wir und blieben bei dieser Art der Ernährung.

Wir waren begeistert.

Noch nie zuvor hatten wir uns so leicht, energiegeladen und gesund gefühlt.

Und das Allerbeste an diesem Experiment: Levin war wie ausgewechselt.

Levins Alltag zuvor:

Morgens Joghurt, mittags ein Gericht mit Käse, Ei oder Topfen und abends das geliebte Käsebrot mit extra viel Käse nebenher – so sahen seine Hauptmahlzeiten zuvor aus.

Ich habe mich immer gewundert, warum er tagsüber oft müde ist, obwohl er nachts genug geschlafen hatte. Er lag am Boden, kuschelte viel, wollte häufig seinen Schnuller haben…

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Ich machte mir keine richtigen Sorgen, da er dazwischen auch lebhaft und „wild“ sein konnte. Ich schob es auf seinen ruhigen, unaufdringlichen Charakter. Ich konnte mir auch in keinster Weise vorstellen, dass er einen Nährstoffmangel aufweisen könnte, da er ansonsten sehr ausgewogen, vollwertig und zuckerfrei ernährt worden war.

Während unseres gemeinsamen Versuchs, ausschließlich pflanzliche Kost zu uns zu nehmen, geschah es: Levin war voller Energie!

Den ganzen Tag war er „mit arbeiten“ beschäftigt, plauderte munter drauf los und war nie wieder müde. Es war so auffällig, dass wir es kaum glauben konnten.

Levin beim Abwasch

Bis heute hat sich an seiner neu gewonnenen Energie nichts verändert.

Unsere 5 Gründe für den Umstieg vom Vegetarismus zum Veganismus:

  • Vermeiden von Tierleid: Je mehr ich mich durch Filme, Bücher und diverse Beiträge im Internet informierte, desto weniger möchte ich dazu beitragen, dass Tiere qualvoll leben und sterben müssen. Es ist unser aller Realität, davor möchte ich mich nicht verschließen. Das Leben ist kein Ponyhof.
  • Der gesundheitliche Aspekt: Es gibt einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauferkrankungen, hohem Cholesterin, Krebs, Fettsucht, Diabetes, Übersäuerung, Autoimmunerkrankungen, Osteoporose, Alzheimer, Demenz und der Ernährung mit Fleisch und Milchprodukten. Warum sollte ich DAS meiner und der Gesundheit meiner Kinder freiwillig antun?
  • Mist-Berge und Gülle-Seen, Landschaftsverbrauch und Regenwaldvernichtung, Treibhausgase und Schlachttiertransporte. Die Tiere für die Reichen fressen das Brot für die Armen: Tausende Kinder sterben täglich an Hunger, während 50% der weltweiten Getreideernte und rund 90% der Soja-Ernte an Nutztiere zur Fleischproduktion verfüttert werden. Auch der Wasserverbrauch ist erschreckend: In einem Kilogramm Steak steckt Duschwasser für ungefähr ein Jahr!
  • Ich muss nicht auf Geschmack verzichten! Die Auseinandersetzung mit dem Thema eröffnete mir/uns viele neue Geschmackserlebnisse und bereichert unseren Speiseplan auf vielfältigste Weise. Wir haben nun nicht weniger an Auswahl, sondern eine FÜLLE AN MEHR!
  • Tierprodukte müssen nicht sein. In unserer Überflussgesellschaft, in der wir leben, haben wir die Macht zu wählen. Es gibt so viele und gute Produkte die kein Tierleid enthalten. Und für unsere Gesundheit sind Fleisch, Milch & Co nicht notwendig. Wir leben in solch pflanzlicher Fülle, die unseren Körper optimal versorgen kann.

Was wir durch die Ernährungsumstellung gewonnen gaben:

  • Mehr Energie: Wir alle haben an Energie gewonnen, doch an Levin sehen wir den Beweis.
  • Gesundheit: Wir sind kaum krank. Höchstens einmal eine kurze Verkühlung. Wenn die Kleinen Fieber haben, dann höchstens zwei Tage mit schneller Genesung.
  • Stabiles Gewicht: Ich muss gestehen: ich bin ein absoluter Vielesser. Zum Glück kann ich jetzt noch immer viel essen ohne zuzunehmen. Mein Gewicht bleibt stabil. Durch die gesunde vegane Ernährung pendelt sich das natürliche Körpergewicht dort ein, wo es sein soll. Das gilt für Kinder wie für Erwachsene.
  • Reines Gewissen: Kinder lieben Tiere und ich möchte meinen Kinder nicht zwanghaft angewöhnen, dass sie das, was sie lieben, essen.

„Du bist, was du isst.“

Das haben wir selbst erfahren und erfahren es weiterhin Tag für Tag.

Wir alle fühlen uns zum Besseren verändert.

Es ist das größte Geschenk, das wir uns selbst gemacht haben!

Deine Moana

 

2 Comments

  • daniela

    Reply Reply 10. August 2015

    Danke Mona, schön, dass es Dich gibt.

    • Moana Wagner

      Reply Reply 10. August 2015

      Vielen Dank liebe Daniela!

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