Purkost für Kinder

gesunde, geschmackvolle Kinderernährung

Für Kinder zu kochen ist eine enorme Verantwortung und oft auch eine Herausforderung. Denn wir alle möchten nur das Beste für unsere Kinder. Trotz allem ist es aber leicht machbar und auch Pizza, Spaghetti & Co sind in eine gesunde Kinderernährung integrierbar.

 

Inhaltsangabe:

Gesunde Ernährung für Kinder
3 Punkte, was gesunde Ernährung für Kinder beinhaltet

Rohkost = lebendige Nahrung
Fleisch und Milch
Das Problem mit dem Zucker
Vollwert statt leerer Kalorien
Was bekommen Kinder durch (regelmäßige) gesunde Ernährung
5 generelle Regeln für gesunde Kinderernährung
7 wertvolle Alltags-Tipps für Eltern

 

Essen ist wichtig!

Wir beschäftigen uns enorm oft mit Essen. Sei es rein gedanklich (Was esse ich zu Mittag? Was koche ich heute für meine Kinder?) oder physisch, indem wir Essen zubereiten oder schon dabei sind, Essen zu verzehren.

bunte Nudelpfanne

 

Essen – Ernährung – Gesundheit, sehr gewichtige Themen, die über Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensgefühl entscheiden. Themen, die Kinder von Geburt an als wichtig und selbstverständlich erfahren sollten. Diese Themen beeinflussen einen Menschen ein Leben lang. Der Grundstein für (gesunde) Ernährung wird in der Kindheit gelegt. Schon das Baby im Mutterleib wird auf Essen und Geschmack geprägt. Danach entscheiden hauptsächlich die ersten Lebensjahre eines Kindes, ob der Mensch einmal mit Übergewicht zu kämpfen hat oder nicht.

Kinder sind wahre Gourmets. Kochen für Kinder - Baby mit MeloneSie gehen unvoreingenommen an neue Gerichte, neue Geschmäcker heran. Je jünger Kinder sind, desto einfacher ist es, sie an die große Bandbreite wohlschmeckender Lebensmittel zu gewöhnen. Je älter die Kinder, desto mehr Zeit und konsequentes dabei bleiben sind gefordert.

Grundsätzlich sind Kinder in unseren Breiten eher zu dick als zu dünn. Dazu kommt, dass infolge von unausgewogener Ernährung viele Kinder eine Unterversorgung an Spurenelementen, Nährstoffen und Vitaminen aufweisen. Dies kann teils zu massiven Folgeerkrankungen führen. Die Praxis zeigt, dass Eltern einfach nicht genau wissen, wie eine ausgewogene Zusammensetzung der Kinderernährung auszusehen hat. Es herrschen hier enorme Unsicherheiten und Unwissenheit, teils auch Falschinformationen.

Gesunde Ernährung für Kinder

Was bedeutet das genau? Eltern haben immer das Beste für ihre Kinder im Sinn. Gut so. Leider ist es in Punkto Ernährung auch schlecht um viele Erwachsene, sprich auch Eltern bestimmt. Erwachsene essen so, wie sie es von ihren Eltern mitbekommen haben. Dazu haben sich noch ein paar eigene Geschmäcker gesellt und fertig ist der individuelle Ernährungsmix. Kann gesund sein, muss aber nicht. Kochen für Kinder - Pizza Wenn man sich niemals bewusst mit der eigenen Ernährung auseinandersetzt, bleibt diese angewöhnte Ernährungsform ein Leben lang bestehen – und wird wieder an die eigenen Kinder weitergegeben. Was gesundes Essen ist, darüber wird unzählig oft geschrieben. Trotz allem schießen immer wieder neue Ernährungsformen und Diäten aus dem Boden, wodurch dann endlich Schluss sein soll mit Krankheit, Übergewicht und Co. Der Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert. Das Übergewicht steigt und die Zahl der Zivilisationskrankheiten mit. Das Fatale: nicht nur Erwachsene sind davon betroffen, nein, auch ein Großteil der Kinder. Jedes vierte Kind ist zu dick und Diabetes ist mittlerweile die häufigste Stoffwechselerkrankung bei Kindern.

"Lieber geht der Mensch zugrunde, als dass er seine Gewohnheiten ändert."
(Leo Tolstoi)


Was ist denn nun gesundes Essen?

Gesunde Ernährung ist schnell erklärt: Je frischer, naturbelassener ein Lebensmittel ist, desto hochwertiger ist es für unseren Körper und somit gesünder für unseren gesamten Organismus.


Ernährungspyramide
                                                                     Ernährungspyramide

Ist doch ganz einfach oder? Die Frage ist nur, wie lernen Kinder sich gesund zu ernähren? Die Antwort ist: indem ihre Eltern so essen, wie sie es gerne von ihren Kindern hätten und sie ihnen gesunde Ernährung (von Anfang an) vorleben. Mädchen isst Apfel
Durch diese unbändige Neugierde, die Kinder auszeichnet, saugen sie alles in ihrer Umgebung auf – egal worum es geht. Kleine Kinder möchten in erster Linie immer bei ihren Eltern (und Geschwistern) sein. Dabei möchten sie alles genau so tun, wie es die Eltern (und Geschwister) (vor)machen. Wir sprechen vom Nachahmungseffekt – so lernen Kinder von Grund auf. Man muss ihnen nichts beibringen, sie lernen von sich aus rein durch spielen, imitieren. Diese Begierde nach Allem können sich Eltern zu Nutze machen, indem sie mit ihnen gemeinsam gesunde Ernährung erfahren und erleben! Auch wenn der Alltag voll ist mit Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Arbeitsplatz, es gibt immer einen Weg, gesundes Essen darin zu integrieren.

3 Punkte, was gesunde Ernährung für Kinder beinhaltet
(und auch für Erwachsene)..

  • Viel Rohkost (Früchte, Gemüse, Samen, Keime, Nüsse)
  • Vollwertprodukte (kein Weizen)
  • Reines Wasser (Quellwasser), ungesüßte Kräuter- und Früchtetees als Getränk

...was sie nicht beinhaltet:

Was Kinder NICHT brauchen:

  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Zucker
  • Fertigprodukte
  • Süße Getränke (Limos, Fruchtsäfte)

Nicht mehr aber auch nicht weniger - dafür viel Geschmack mit vollem Genuss!

Gesundheit durch natürliche Lebensmittel

Was soll man da noch für seine Kinder kochen? Was kann man überhaupt noch essen? Wo bekommen Kinder ihr Kalzium her, für feste Knochen und gesunde Zähne? Woher bekommen sie das wertvolle Eisen, wenn Kinder kein Fleisch bekommen? Fertige bunte Kinderprodukte, Pommes Frittes, Hühnernuggets, Milch, Tütensuppen, Kochen für Kinder - Pommes FrittesFischstäbchen, Baguette und Fruchtgummis?
Wenn ein Kind damit ernährt wird, sieht niemand darin eine Gefahr. Wenn ein Kind vegan, also rein pflanzlich und bewusst ernährt wird, gibt es Kritik und Bedenken von allen Seiten.
Welche Lebensmittel liefern einem Kind die Aufbaustoffe, die Vitalität und Energie, die es braucht gesund zu wachsen und zu bleiben? Nur Obst und Salat decken den Vitaminbedarf nicht. Da gehört schon etwas mehr dazu. So komplex unser Körper mit seinen Stoffwechselvorgängen ist, so komplex ist auch die Zusammensetzung der Vitalstoffe, die unser Körper für sein optimales Funktionieren benötigt.Chiapudding mit Mangosauce
Unter Vitalstoffen versteht man nicht nur Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Vitamine.
Des Weiteren zählen auch Mineralstoffe, die Spurenelemente, Enzyme, die ungesättigten Fettsäuren, die Aromastoffe und die Faserstoffe, sog. Ballaststoffe, dazu.
Jedes Vitamin hat seinen eigenen Wirkungsbereich und ist nicht durch ein anderes Vitamin ersetzbar. Außerdem ergänzen sich die einzelnen Vitamine in ihrer Wirkung. Für den richtigen und ungestörten Ablauf der komplizierten Stoffwechselprozesse in unserem Körper ist das Vorhandensein aller Vitamine (und Vitalstoffe) notwendig.
Wenn es nur 50 Wirkstoffe gäbe, die zur Erhaltung unserer Gesundheit notwendig wären und es würde in unserer Nahrung nur einer dieser Stoffe fehlen, könnten die restlichen 49 nicht ihre volle Wirkung entfalten. Daraus geht hervor, wie wesentlich das Verhältnis der einzelnen Vitamine untereinander ist. Deshalb ist es auch unsinnig, bei Vitaminmangel ein einzelnes Vitamin, etwa Vitamin C, als Arznei zuzuführen. Überdies kann der Bedarf an Vitaminen und Vitalstoffen auf Dauer niemals durch Zufuhr von künstlichen Präparaten, sondern nur durch den Genuss ganzheitlicher Lebensmittel garantiert werden.

Kochen für Kinder - bunter Markt

 

Für die praktische Anwendung ist es von Vorteil, die Vitamine in drei große Gruppen einzuteilen:

  1. Die wasserlöslichen Vitamine
  2. Darunter der Vitamin-B-Komplex
  3. Die Fettlöslichen Vitamine

Die wasserlöslichen Vitamine sind in den Lebensmitteln enthalten, die „wässrig“ sind, also vorwiegend in rohem Obst und rohem Gemüse. Die Vitamine der B-Gruppe sind wasserlöslich und nehmen eine zentrale Bedeutung für den Stoffwechsel im menschlichen Körper ein. Da der Stoffwechsel in fast alle Bereiche des Körpers einwirkt, ist auch das Wirkungsspektrum der B-Vitamine sehr breit. Hier seien besonders die Haut und das Nervensystem hervorgehoben. Obwohl die Benennung von B1 bis B12 reicht, sind nicht alle Vitamine des B-Komplexes bekannt. Die wichtigsten sind:

  • Vitamin B1 (Thiamin) – Blutbildung, Nervensystem
  • Vitamin B2 (Riboflavin) – Augen, Nerven, gegen Stress
  • Vitamin B3 (Nikotinsäureamid) – Stoffwechsel, Haut, Nervensystem, Muskeln
  • Vitamin B5 (Pantothensäure) – Wachstum, Hormonbildung, Hautregeneration
  • Vitamin B6 (Pyridoxin) – Blutbildung, Eiweißstoffwechsel, Nervensystem
  • Vitamin B7 (Biotin) – Haut, Haare, Nägel, Blutbildung, Zuckerstoffwechsel, Wachstum
  • Vitamin B9 bzw. B11 (Folsäure) – Gefäßsystem, Zellwachstum, Nervensystem, Anti-Aging
  • Vitamin B12 (Cobalamin) – Blutbildung, Anti-Aging, Nervensystem

Kochen für Kinder - Nussmischung

Die fettlöslichen Vitamine (A, D, E) sind entsprechend in fetthaltigen Nahrungsmitteln, wie in Ölfrüchten, naturbelassenen Ölen, Nüssen, Getreidekeimen, Butter, Sahne, Rohmilch,anzutreffen.

Unter Spurenelementen versteht man Mineralstoffe, die nur in winzigen Mengen benötigt werden aber dennoch zum Aufbau und zur Lebenserhaltung unerlässlich sind.

Enzyme sind hochkomplizierte Eiweißstoffe (Proteine), ohne die es kein Leben gäbe. Bei ihnen handelt es sich um die wichtigste Gruppe der Vitalstoffe. Keine chemische Reaktion ist im organischen Bereich möglich, ohne dass sie von ihnen eingeleitet, gesteuert und ermöglicht wird. Die ungesättigten Fettsäuren finden sich reichlich in kaltgepressten, naturbelassenen Ölen, fetthaltigen Samen und Nüssen. Auch die Aromastoffe gehören zu den Vitalstoffen. Sie alleine geben den einzelnen Speisen ihren einmaligen Geschmack. Deshalb werden sie auch als Geschmacksstoffe bezeichnet. Wie wichtig die Aromastoffe in unseren täglichen Speisen sind, geht schon daraus hervor, wie gerne wir Menschen essen. Ohne Geschmack in unserer Nahrung wäre Essen ein notwendiges Übel. Aroma macht unser Essen zum Genuss! Faserstoffe bzw. Ballaststoffe sind zum Großteil unverdauliche Nahrungsbestandteile, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie kommen hauptsächlich in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten vor. Ballaststoffe stellen einen wichtigen Bestandteil der menschlichen Ernährung dar.

Rohkost = lebendige Nahrung

Kinderernährung sollte lebendig und schmackhaft sein. Gesundheit und Wohlbefinden sind eng damit verknüpft, was in den Körper als Nahrung hinein kommt.

Kochen für Kinder - Kartoffelchips

Nudeln, Kindermilchschnitten, Pommes, Schnitzel, Knabberzeug – wenn wir dem Körper nur wertlose Kalorien zuführen, ohne Vitalstoffe, wie kann der Körper gesund wachsen und gedeihen? Werden aber voller Leben sprudelnde Früchte, Gemüse und Keime zugeführt, werden es ihnen die Körperzellen gleichtun und ebenfalls voller Leben strotzen. Wir wollen unseren Kindern nicht nur Nahrung geben und sie irgendwie am Leben erhalten, nein, wir wollen ihnen die Vitalstoffe geben, die sie für ein gesundes Wachstum und ein geistig reges Leben benötigen. Das ist die Lösung. Einfach und logisch. Es ist nicht so, dass wir nicht wissen was zu tun ist. Es fällt uns bloß emotional schwer, immer dahingehend zu handeln.

Was genau bedeutet nun Rohkost?

Wie der Name schon sagt: Rohe Kost. Kochen für Kinder - Radieschenmäuse

 Jedes Lebensmittel, welches zu keinem Zeitpunkt ihrer Bearbeitung auf mehr als 42°C erhitzt wurde, gilt als Rohkost.

Beim Erhitzen über 42°C werden die in der Nahrung enthaltenen Enzyme (Proteine) und Vitamine beschädigt. Enzyme aber sind für eine gesunde Verdauung der Nahrung unerlässlich.
Man bedenke, dass das menschliche Leben bei einer Temperatur über 43 Grad erlischt – die Temperatur, ab welcher das Eiweiß denaturiert wird.

Kochen für Kinder - Himbeeren

 

Jede einzelne Frucht, jedes Gemüse trägt von Natur aus genau die Enzyme in sich, die benötigt werden, um sie optimal zu verdauen. Wenn sie nun erhitzt werden, egal ob gekocht oder gebraten, weiß der Körper nicht mehr, wie er mit der aufgenommenen Nahrung umgehen soll. Die Folge sind unverdaute Nahrungsreste, die im Verdauungstrakt verweilen und so dem Körper schaden. Viele Kinder leiden schon in jüngsten Jahren unter Verdauungsproblemen, erfahrungsgemäß Verstopfung, welche meist von der Aufnahme der falschen Nahrungsmittel kommt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sauerstoffversorgung der Zellen. Ohne Sauerstoff ist kein Leben möglich, daher ist es so wichtig, ausreichend unerhitzte, pflanzliche Nahrung aufzunehmen, denn nur diese kann die Zellen mit genügend Sauerstoff versorgen.

 

Fleisch und Milch – Tierisches Eiweiß ist nicht notwendig

Kochen für Kinder - MilchMenschenkindern heutzutage Tiermilch (meist von der Kuh), sowie Fleisch von diversen Tieren, zu geben, ist nicht nur aus der Gewohnheit zu erklären, sondern wird durch die Vorstellung gespeist, dass der Mensch zur Deckung seines Eiweißbedarfs tierisches Eiweiß benötige.

Dieser Irrglaube stammt aus einer Zeit, als man noch annahm, dass Pflanzeneiweiß im Gegensatz zum tierischen Eiweiß nicht alle notwendigen Aminosäuren enthalte. Eiweiße sind aus Aminosäuren zusammengesetzt.
Von den 20 Aminosäuren müssen die 8 essentiellen Aminosäuren in der Nahrung zugeführt werden, da der menschliche Organismus sie nicht selbst aufbauen kann. Sowohl bei den tierischen, als auch bei den pflanzlichen Eiweißen ist das Verhältnis der einzelnen Aminosäuren untereinander sehr unterschiedlich. Tatsache ist, dass pflanzliche Eiweiße alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Mit anderen Worten: der Mensch ist auf die Zufuhr tierischen Eiweißes nicht angewiesen. Muttermilch ist für den Säugling die ideale Nahrung und in ihrer Zusammensetzung unersetzlich. Sie passt sich immer vollkommen den Bedürfnissen des heranwachsenden Säuglings an. Wie wäre es sonst möglich, dass ein Säugling in einem Jahr sein Gewicht fast verdreifacht? Kochen für Kinder - MuttermilchDie Muttermilch aber enthält nur 2 Prozent Eiweiß. Mit dieser Menge gedeiht, wächst und entfaltet sich der Säugling hervorragend. Wenn sich das Kind danach auf feste, rein pflanzliche Kost umstellt, würde der Eiweißgehalt in der Nahrung exakt dem Gehalt der Muttermilch gleichkommen – der Eiweißgehalt in Pflanzen entspricht 2 – 3 Prozent. Wichtig dabei ist zu beachten, dass Eiweiß nur in seiner nativen Form, das heißt, nie mehr erhitzt als 42°Grad zu genießen ist, um wertvoll für unseren Organismus zu sein. Dann sind auch nur geringe Eiweißmengen nötig, eben nur 2 Prozent, um kein Eiweißproblem aufzuweisen, die reichlich in allen Getreidearten, Gemüse und Obst vorhanden sind. Wenn man den Eiweißgehalt (heutzutage) in einer durchschnittlichen Ernährung errechnet, so kommt man durch den Verzehr von Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Eier, Quark (Topfen), Milch in nicht wenigen Fällen auf ein Vielfaches des Notwendigen. Diese Form, verglichen mit der Muttermilch, stellt eine reine Eiweißmast dar. Zusätzlich sind Fleisch und Milchprodukte stark durch Antibiotikarückstände, Hormone und andere Medikamente sowie Fisch durch immer höhere Konzentration von Schadstoffen wie polychlorierte Biphenyle (PCB) und Quecksilber belastet.

Kochen für Kinder - Fisch
Kinder essen von sich aus nicht gerne Fleisch. Nicht umsonst gibt es Wurst in Bärenform, um die lieben Kleinen auf den Geschmack von Wurst, Fisch in Form von gebackenen Stäbchen, um sie an den Geschmack an Fisch zu gewöhnen. Es gibt auch eine ethische Seite in Bezug auf Ernährung. Kindern sollte das nicht vorenthalten werden. Tierleid muss nicht sein. Kinder lieben Tiere!

Das Problem mit dem Zucker

Kind und Süßigkeiten„Zucker braucht der Mensch!“ Ja stimmt. Zucker oder besser gesagt: Glukose ist nicht nur wichtig, sondern sogar lebensnotwendig.   Schon das Neugeborene wird auf den süßen Geschmack der Muttermilch trainiert. Die Muttermilch besteht bis zu sieben Prozent aus Kohlenhydraten, die in Mundschleimhaut, Magen und Darm zu Glukose abgebaut und ans Blut abgegeben werden. Alle Körperzellen, insbesondere die Gehirn- und Nervenzellen warten sehnsüchtig auf die lebensspendenden Blutzuckermoleküle um sich um das Wichtigste im Leben eines Babys zu kümmern: wachsen und gedeihen!
Na also. Zucker ist lebensnotwendig und schmeckt einfach zu gut.
Warum also damit aufhören?
Hier müssen wir zwischen dem Kohlenhydrat Zucker, wie er in natürlichen Lebensmitteln vorkommt und isolierten raffinierten Zucker (Fabrikzucker) unterscheiden. Kohlenhydrat Zucker ist jener, welcher für unser Leben notwendig ist. Fabrikzucker dagegen bringt uns kein Leben. Kochen für Kinder - Haushaltszucker Der isolierte Zucker benötigt für seine Verarbeitung in unserem Körper sogar noch eine ganze Menge Vitalstoffe. Da er selbst vitamin- und mineralstofffrei ist, ist unser Stoffwechsel auf die Vitalstoffe, die wir im Körper angereichert haben, angewiesen. Hier sind es hauptsächlich die B-Vitamine, aber auch Vitamin C, Kalzium, Chrom und Zink, auf die es unser Haushaltszucker abgesehen hat. Die Gefahr des isolierten Zuckers liegt also nicht so sehr an seiner eigenen Vitamin- und Mineralstoffarmut, sondern in seiner Wirkung als Vitaminverbraucher bzw. Vitalstoffräuber. Je höher der Zuckergenuss, umso höher der Vitaminbedarf bzw. der Vitaminverbrauch. Nimmst du genügend Vitalstoffe zu dir, um deinen Zuckerverbrauch verarbeiten zu können und trotzdem noch andere Stoffwechselvorgänge in deinem Körper zu unterstützen? Leider gibt es keinen einzigen gesundheitlichen Vorteil unseres gewöhnlichen Haushaltszuckers.
Im Gegenteil: Zucker macht dick, krank. Und süchtig dazu.

  • Zucker macht dick: Wenn sich zu viel Blutzucker anreichert (jedes Stück Schokolade führt zu einem spontanen Anstieg von Glukose im Blut), macht der Stoffwechsel daraus Fettmoleküle und deponiert diese als Nahrungsreserve für Hungerzeiten in den Zellen. Jeden von uns hat die Natur mit rund 30 Milliarden nahezu leeren Fettzellen ausgestattet, die wir dann dringend benötigen, falls wir wochen- oder monatelang hungern müssten. Wenn einem Kind jahrelang, wie es in unserem Umfeld üblich ist, Süßes in Form von Limo, Süßigkeiten und Weißmehlprodukten verabreicht wird, tut man ihm nichts Gutes. Der Stoffwechsel baut den Überschuss an Glukose zu Triglyzeriden um, die dann in die leeren Fettzellen eingebaut werden. Damit ist die Veranlagung zum Dickwerden vorprogrammiert. Später erwachsen und dick, lassen sich die frühen Ernährungssünden nur schwer korrigieren.
  • Zucker macht krank: Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Hypoglykämie, Altersdiabetes bei Kindern, Karies – um nur die „großen Krankheiten“ zu nennen. Außerdem macht Zucker „sauer“, bringt das Säure-Basen-Gleichgewicht gehörig durcheinander. Zucker wirkt auch im Verborgenen, z.B. wird durch ihn unsere Darmflora negativ beeinflusst, welche aber direkt mit unserem Immunsystem in Verbindung steht und uns so anfälliger für Krankheiten macht.
  • Zucker macht süchtig: Zucker ist die perfekte Einstiegsdroge für Kinder. Kein Kind spürt Verlangen nach Nikotin, Alkohol oder Kaffee. Doch dieser süßen Gefahr, eingewickelt in buntes Papier mit leuchtender Schrift, können strahlende Kinderaugen nicht widerstehen. Und auch Eltern, Omas, Tanten usw. können nicht widerstehen, den lieben Kindern damit eine Freude zu machen. Eine Freude und den Grundstein für ihre Sucht.

Wie oft haben wir Heißhunger auf Süßes? Schokolade, Kekse, Kuchen? Wer hat die Lust (Sucht) nach Süßem unter Kontrolle?

Zum Glück gibt es gute Alternativen für Süßes: Frische oder getrocknete Datteln mit Wasser püriert, getrocknete Feigen oder echter Birkenzucker sind eine perfekte Wahl zum Süßen von Cremen, Puddings, Kuchen, Torten…

selbstgemachte Rohkostschokolade

Es muss auf nichts verzichtet werden, die Süßigkeiten strotzen mit Vitalstoffen und der Lust nach Süßem kann bedenkenlos nachgegeben werden.

 

Vollwert statt leerer Kalorien

Das Getreide gehört seit vielen Jahrtausenden zu den Grundnahrungsmitteln der Menschen. Bis vor ca. 120 Jahren verzehrten sie es in seiner Ganzheit, einschließlich Randschichten und Keim. In Mühlen wurde das Korn vermahlen. Dieses Vollkornmehl hatte den Nachteil, dass es nicht haltbar und lagerfähig war, da der Fettanteil des Getreidekeims ranzig wurde.

Kochen für Kinder - WeizenIm Industriezeitalter fand man die Möglichkeiten, die Grundnahrungsmittel technisch und chemisch zu verändern. Beim Getreide entfernte man vor dem Mahlen die Randschichten und Keim. Damit machte man das Mehl lagerfähig, aber auch zu einer Mehlkonserve, die kaum noch lebenswichtige Vitalstoffe enthielt. (Dr. M.O. Bruker) Was steckt im Getreidekorn?

  • Der Getreidekeim enthält neben hochwertigem Eiweiß Keimöl, Mineralstoffe (Phosphat, Kalium, Kalzium und Magnesium), Vitamine des B-Komplexes (vor allem Vitamin B, 1, aber auch B2, B6, Pantothensäure, Nicotinsäureamid, Folsäure und Biotin), Vitamin E und K sowie Spurenelemente (Kieselsäure, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Bor, Selen, Fluor, Jod uvm.)
  • Im Mehlkern, welcher auch als Mehlkörper bezeichnet wird, steckt die Stärke. Aus ihm werden die sog. Auszugsmehle gewonnen und er enthält neben Kleber und Kohlenhydraten kaum Vitamine und andere Vitalstoffe.
  • Die Aleuronschicht ist reich an Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen sowie Aminosäuren.
  • Die Samenschale ist reich an Eiweiß und sehr mineralstoffreich.
  • Die Fruchtschale enthält Ballast– und Vitalstoffe.

Weißes Mehl hat nichts als leere Kalorien – zwar fügen wir unserem Körper kurzfristig Energie zu, versorgen ihn aber nicht mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die dafür sorgen, dass Stoffwechselprozesse in unserem Körper gut funktionieren.
Leider essen wir andauernd „Weißmehlprodukte“: als Semmel, Brot, Pizza, Pasta, Kuchen, Baguette verstecken sich die leeren Kalorien in unserem täglichen Speiseplan.
Durch diese heute so übliche Zivilisationskost – man nennt sie auch „üppige Mangelkost“ (viel drauf – wenig drin) kommt es zu ständigen Mangelerscheinungen an Vitalstoffen im Organismus.
Volle Gesundheit ist also nur mit vollem Korn möglich.

Vollkornbrot
Vollkornprodukte beinhalten alles, das unser Körper benötigt. Doch nicht jedes Brot, das als Vollkornbrot gekennzeichnet ist, entspricht den Anforderungen einer gesunden, vollwertigen Ernährung. „Dunkles“ Brot ist nicht gleich Vollkornbrot. Um echtes gesundes Vollkornbrot handelt es sich dann, wenn

  • es aus keimfähigem Getreide hergestellt wird.
  • das Getreidekorn vollständig frisch vermahlen und sofort verarbeitet wird.
  • das Getreide aus biologischem Anbau stammt.
  • als Backtriebmittel nur Natursauerteig (kein Kunstsauer), Bio-Hefe oder Backferment verwendet wird.

Weizen – das Problemgetreide

Zum Frühstück ein Brötchen mit süßem Aufstrich oder bunte Schokoflocken, mittags eine Portion Nudeln, abends herzhaft belegte Brote und dazwischen ein Hörnchen beim Einkaufen oder Autofahren und nachmittags ein paar Kekse. Dementsprechend oder so ähnlich sieht die alltägliche Ernährung bei vielen Kindern aus. Das ihnen damit aber nicht geholfen wird, davor verschließen viele die Augen. Nicht nur die Menge an (leeren) Kohlenhydraten ist das Problem, sondern vor allem die große Menge Weizen, die konsumiert wird.

Warum ist Weizen so problematisch? Was sind die Alternativen zu Weizen?

Im Laufe der Zeit hat sich der Weizen, das Korn stark verändert. Früher einmal länger mit wenigem bis normalem Glutenanteil, heute klein und kompakt anzusehen mit einer enormen Menge Gluten enthalten. Das ist der jetzige (überzüchtete) Weizen. Wie jede Pflanze enthält auch Weizen Lektine. Diese Stoffe haben alle Pflanzen durch Evolution oder Züchtung zum Schutz vor Schädlingen entwickelt. Lektine können jedoch beim Menschen an körpereigene Strukturen andocken und diese schädigen. Leider werden die Weizenlektine weder durch Säuerung noch durch die Verdauung abgebaut. Sie schädigen Darmschleimhaut und Darmzellen und gelangen ins Körperinnere: Dort erhöhen die Lektine Entzündungsreaktionen, stören den Muskelaufbau, greifen Gelenkstrukturen an und schwächen unser Immunsystem. Außerdem lässt ein hoher Weizenkonsum den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren. Da der Gluten-Bestandteil Gliadin ein Lektin ist, ist auch die Wirkungsweise ähnlich: Gluten kann die Durchlässigkeit der Darmbarriere erhöhen. Der Darm wird undicht. Somit kann der Darm die wertvollen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aus der Nahrung nicht aufnehmen und weiter an das Blut abgeben. Unter Gluten versteht man den Kleber, ein Gemisch aus Proteinen (Eiweißen). In Verbindung mit Wasser bildet Gluten sogenanntes Klebereiweiß. Dieses bildet das Teiggerüst bei Brot und Gebäck. Rein durch diesen Kleber kann aus einem Brot ein Laib geformt werden. Da der heutige Hartweizen einen enorm großen Kleberanteil aufweist, kann der häufige Verzehr von stark glutenhaltigen Lebensmitteln zu einer Entzündung der Darmschleimhaut mit darauffolgender Immunreaktion führen.

Es gibt eine Vielzahl an Alternativen zu Weizen. Dinkel, Roggen, Hafer, Emmer, Kamut, Einkorn und Gerste enthalten zwar Gluten, sind aber weit verträglicher und ursprünglicher als Weizen. Für Menschen, die aber auf Gluten regieren, sind auch diese Getreidearten nicht geeignet. Hier empfiehlt sich, Reis, Hirse, Mais, glutenfreien Hafer oder sogenannte Pseudogetreide zu verwenden.
Pseudogetreide sieht aus wie Getreide, ist aber keines. Dazu gehören:
glutenfreies Getreide und Pseudogetreide

  • Quinoa
  • Amarant
  • Buchweizen
  • Hanf

 

Da sich die Pseudogetreide nicht wie herkömmliche glutenhaltige Getreide zum gewohnten Backen von Brot eignen – das Gluten verleiht dem Teig zugleich Lockerheit, Fluffigkeit und Halt - benötigt es ein wenig Experimentierfreude und Wissen, welches aber der Darm und somit der gesamte Körper danken werden. Auch beim Kochen können diese Pseudogetreide den alltäglichen Speiseplan massiv bereichern. Im Rahmen einer ausgewogenen, vielseiteigen und geschmackvollen Ernährung sind sie nicht mehr wegzudenken.

Was bekommen Kinder durch (regelmäßige) gesunde Ernährung?

  • Gesundheit, weniger oft krank und raschere Genesung
  • Gestärktes Immunsystem
  • Gesteigerte Konzentrationsfähigkeit
  • Gesunde Haut
  • Stabiles natürliches Gewicht
  • Gewichtsverlust bei Übergewicht
  • Gelassenheit, weniger Aggressivität
  • Zufriedenheit
  • Geregelte Verdauung
  • Kein Heißhunger oder süße Gelüste
  • Gesteigerte Energie – weniger „Ups and Downs“
  • Guten Schlaf

gesundes Kind

Gesund, ausgewogen und voller Vitalstoffe – das sollte die Ernährung von Kindern sein. Manchmal ist das leichter gesagt als getan. Sie brauchen Nährstoffe und Energie, um gesund zu bleiben, zu wachsen und sich zu entwickeln. Aufgrund ihres Stoffwechsels können Kinder lange Zeitspannen zwischen den Mahlzeiten nicht so gut überbrücken wie Erwachsene. Daher entscheidet sich das Essen und Trinken von Kindern in diesem Punkt von dem von Erwachsenen. Für Kinder ist eine dem Alter angepasste Ernährung notwendig – von der Menge und der Qualität der Lebensmittel her –, um kindliche Essgewohnheiten ausreichend zu berücksichtigen.

5 generelle Regeln für gesunde Kinderernährung

  1. Vorbildfunktion: Essen ist wichtig! Selbst Essen wichtig nehmen - die Qualität, die Zubereitung, das Anrichten, das Essen selbst. Essen ist keine lästige Pflichterfüllung.
  2. Gemeinsame Mahlzeiten mind. 1x am Tag, je öfter desto besser. Kinder sollten niemals zum Essen vor den Fernseher gesetzt werden. Gemeinsam Essen bedeutet, ohne Ablenkungen (Handy, Zeitung, Fernseher) am Tisch zu essen. Nur Gespräche und gemeinsames Genießen sind erwünscht.
  3. Essen zelebrieren! Durch das sich Zeit nehmen für gemeinsame Mahlzeiten, erfassen Kinder, welchen hohen Stellenwert „Essen“ hat. Ohne Stress lernen Kinder, langsam zu essen und gut zu kauen. Außerdem haben sie die Zeit, sich automatisch die richtigen Verhaltensregeln bei Tisch anzueignen. Vorausgesetzt, Tischmanieren werden am Tisch vorgeführt.
  4. Rhythmus schaffen: Unser aller Leben ist im Rhythmus. Unser Herzschlag, unsere Atmung, die Erde, die sich um die Sonne dreht. Kinder sollen nur dann essen, wenn sie Hunger haben. So wie wir Erwachsenen auch. Meist haben Kinder einen bestimmten Rhythmus wann sie zu Bett gehen, wann sie aufwachen und wann sie hungrig sind. Durch mehr oder weniger konsequentes Einhalten des Rhythmus wird das Hunger- und Essensverhalten gestärkt.
  5. Sorgen der Eltern: Keine Angst, Kinder verhungern nicht vor vollem Teller. Wenn Kinder mal wenig essen, dann stecken sie oft in einer Phase, die bald von einer neuen Phase mit unbändigem Appetit abgelöst wird. Wie viel Kinder essen, ist individuell verschieden und kann von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Jedes Kind hat ein anderes Essverhalten und isst unterschiedlich viel. Eltern sollten ihren Kindern zu den gewohnten Zeiten etwas anbieten, aber nicht andauernd verbalisieren, dass sie etwas essen sollen. Wenn Kinder nichts essen wollen, haben sie ihre Gründe. Das Schlimmste, das Kindern passieren kann, dass sich ihre grundlegende Haltung zum Essen dahingegen verändert, Essen als „Übel“ anzusehen. Das kann leicht passieren, wenn Erwachsene fortwährend das Kind zum Essen bringen wollen, ihm richtiggehend „hinterherrennen“, es überreden oder sogar erpressen. Das Kind selbst entscheiden lassen, wie viel es isst, und nicht zum Aufessen zwingen.

Kinder nehmen sich das was sie brauchen, solange ihre Beziehung zu Essen noch in Ordnung ist!

7 wertvolle Alltags-Tipps für Eltern

  1. Nährstoffreiches Frühstück: Smoothy, frisch gepressten Saft – anfangs mit Früchten und Karotte, später immer mehr Gemüse und vor allem Wildkräuter untermischen. Verschiedene Arten von Müsli und Breien, wenn Brot, dann z.B. Dinkelvollkornbrot oder glutenfreis Brot mit Nussmus und/oder Fruchtmus; Für das Frühstück ausreichend Zeit einplanen.
  2. Kleine Zwischenmahlzeit am Vormittag und Nachmittag mit Gemüse und Obststücken (eher sehr wasserreiche Früchte anstatt Banane), evtl. Nussmus zum Eintunken der Gemüsesticks oder einige Nüsse zum Knabbern.Kochen für Kinder - Beerenmix
    Falls die nächste Hauptmahlzeit eher früh gereicht wird, reichen einige Obst und Gemüsestücke als Zwischenmahlzeit. Für längere Pausen zwischen den Mahlzeiten können zusätzlich auch einige getrocknete Früchte oder Superfoods (z.B. Gojibeeren) gereicht werden. Als gehaltvollere Zwischenmahlzeiten, falls es einmal etwas länger dauert, bieten sich gekochte Maroni oder Nüsse an.
  3. Damit Kinder zu den Hauptmahlzeiten richtig hungrig sind, dürfen sie auf keinen Fall „Daueressen.“ Nach dem Frühstück hier ein Stückchen und dort ein Schlückchen und der Magen ist immer damit beschäftigt, seinen Teil der Verdauung durchzuführen. Dabei benötigt er mindestens eine halbe Stunde, längstens 5 – 7 Stunden, bis er wieder leer ist. Da kann kein Kind Hunger zu den Mahlzeiten verspüren.
  4. Essen weder als Strafe noch als Belohnung bzw. Trost einsetzen. Essen soll Spaß machen!
  5. Für ausreichend Abwechslung im Speiseplan sorgen. Kinder sollen mit so vielen unterschiedlichsten Lebensmitteln in Berührung kommen wie möglich.
  6. Kindern Ernährung begreifbar machen.

Mit dem Kind gemeinsam:

  • einen Menüplan/Wochenplan erstellen, das Kind mitreden lassen
  • Einkaufsliste verfassen
  • Zusammen einkaufen: Kindern gesunde Lebensmittel näher bringen, Unterschied Bio und Konventionelle Ware, Bedeutung von regional/saisonal;
  • Kochen: Kinder müssen haptische Erfahrungen machen, sie müssen erfühlen um zu begreifen. Außerdem lieben es Kinder, mit den Eltern oder anderen Erwachsenen mitzuarbeiten. Es gibt kaum Sinnvolleres oder Schöneres für sie. Kleine Kinder können schon auf der Küchenzeile oder im Hochstuhl daneben sitzen und Knoblauchzehen „abschälen“, Kochen für Kinder - Lauch schneidenGemüsesticks lutschen oder die Gemüseschalen begutachten. Älteren Kindern darf man leicht das Schneiden mit einem (scharfen) Messer zutrauen und sie richtig mitarbeiten lassen. Auf diese Weise schmeckt auch das Gemüse viel besser.
  • Messer, Gabel, Schere, Licht – ist für kleine Kinder nicht? Gemeinsames Aufdecken des Tisches sowie gemeinsames Wegräumen des Geschirrs ist selbst für kleine Kinder kein Problem, wenn sie von Anfang an daran gewöhnt werden und ihnen etwas zugetraut wird. Vertrauen ist alles und wenn einmal etwas zu Bruch gehen sollte, dann kann das jedem passieren und die Scherben werden weggeräumt.
  • Essen: Sich Zeit füreinander und für das gemeinsame Essen nehmen, zelebrieren, genießen – am besten mit echtem Geschirr. Muss ja nicht das teure Porzellan sein. Jedes Kind kann von Anfang an aus richtigen Schüsseln und echten Tellern essen und aus einem Glas trinken. Jedes Kind soll das lernen, warum also nicht früher als später? Kinder wollen keine Sonderstellung. Sie wollen dasselbe wie Mama, Papa und die Geschwister.
  • Vollkornbrot/Brötchen backen: Vom Getreidemahlen bis zum fertigen duftenden Brot, das Backen zum Erlebnis machen. So lernen Kinder ganz nebenbei, wie Brot entsteht, was drinnen ist und wie geschmackvoll selbstgebackenes Vollkornbrot sein kann.
  • Sprossen ziehen: Kochen für Kinder - Kornfeld (2)Der Klassiker für Kinder: Kresse ziehen. Überaus simpel, immer und überall zu ziehen. Danach gemeinsam die große Vielfalt anderer Keime kennen lernen und ausprobieren.
  • Süßigkeiten herstellen: In der Rohkostküche gibt es viele einfache und schmackhafte Süßigkeiten voller Nährstoffe. Die können Kinder (und Eltern) mit sehr gutem Gewissen naschen. Wobei auch hier gilt: Süßigkeiten sollen etwas Besonderes bleiben und kein Daueressen darstellen!
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  1. Das Auge isst immer mit: Entweder nur für die Kinder oder sogar mit den Kindern die Speisen am Teller schön und appetitlich anrichten. Das gestaltet das Essen interessanter und macht viel mehr Spaß!

 

Wer sich etwas mit dieser Thematik beschäftigt, kann sich und seinen Kindern ein gesundes und vitales Leben schenken.
Kinder, vor allem kleine Kinder, müssen nicht andauernd krank sein. Gesund für Kinder zu kochen beeinflusst das gesamte Familienleben positiv. Wir haben immer eine Wahl, es liegt nur an uns eine Entscheidung zu treffen.