Mallorca Reisebericht: Teil 2

Der Süd-Osten der Insel

Mit unserem Umzug nach Cala d´Or in den Süd-Osten der Insel durften wir von nun an immer wunderschönes und warmes Wetter genießen. Der Frühsommer war eingekehrt.

Direkt nach dem Siedeln (Sepp musste wieder 2x fahren, damit wir alle unsere Sachen von einer in die andere Unterkunft bekamen), haben wir die nächstgelegene Bucht in Cala d´Or erkundet. Wir haben sie zu Fuß innerhalb ein paar Minuten erreicht. Sie war wunderschön, doch die Hotelkomplexe und die (zum Teil betrunkenen) Gäste direkt an der Bucht haben uns das schöne Gefühl etwas vermiest, weshalb wir entschieden, die kleinen Buchten direkt im Ort zu meiden. Das ist einfach nicht unseres.

Zuerst die Ausflüge…

In den kommenden Tagen haben wir viele Ausflüge unternommen. So haben wir uns eine Burgruine (Castell de Santueri) mit wunderschönem Rundumblick angesehen, die Drachenhöhlen in Porto Cristo (Cuevas Drach), den wundervollen Wochenmarkt in Santany oder eine Glasbläserei (Gardiola in Algaida) erkundet.

…dann der Strand

Anschließend haben wir immer noch etwas Zeit an einem Strand verbracht, darauf hat Levin bestanden.
Um einmal wieder einen unberührten, untouristischen Strand zu erleben, haben wir den Leuchturm am Cap de ses Salines als Ausgangspunkt hergenommen, um zu einem wunderschönen Strand (Es Caragol) zu gelangen. Im Reiseführer mit 20 Minuten Fußmarsch beschrieben, sind wir dann mindestens das Doppelte unterwegs gewesen. Doch der Weg hatte sich gelohnt: der Fußmarsch dorthin war wunderschön neben türkisblauem Meer, kleinen Steinbuchten, romantischen Segelbooten, glitzerndem Wasser und feinem Sand.
Am Strand waren nur sehr wenige Menschen, dafür aber wilde und unberührte Natur – herrlich! Dies ist auch der Strand auf Mallorca, der inoffiziell als der einzige Strand für Nakedeis gilt.


So unterschiedlich und beeindruckend unsere Ausflüge und unsere Erlebnisse für uns waren, es war sehr wichtig jeden Tag einige Zeit am Strand oder am Pool zu sein. Unsere jungen Menschen haben es richtiggehend eingefordert, jeden Tag in dieses „am Wasser sein“ versinken zu können.


Vor allem Levin gab es so viel, einfach auf das Wasser hinauszusehen, in sich versunken mit Sand zu bauen oder zu spüren, wie die Wellen ihn umspülen und wie kraftvoll das Wasser sein kann.
Er war vollkommen vertieft und zufrieden mit sich selbst, hat nichts von uns gebraucht, wollte sich seiner Welt ganz hingeben. Wasser sehen und spüren, in den Sand eintauchen, auf Felsen klettern, Tiere im und am Wasser entdecken, Muscheln sammeln und mit Treibholz bauen.

Auch wenn die Kids jeden Tag nur Strand gewählt und auf die Ausflüge verzichtet hätten, so hat sie es doch sehr beeindruckt und geprägt, was sie gesehen und erlebt haben. Und vor allem uns als Familie haben diese Erfahrungen, diese Abenteuer einander ein Stück nähergebracht.

Im Landesinneren

Nach unserer Zeit im sehr touristischem (und lautem) Örtchen Cala d´Or sind wir weitergezogen ins Landesinnere von Mallorca – nach Inca.

In den letzten sieben Tagen unserer Reise haben wir nur mehr drei Ausflüge unternommen und die restlichen Tage gemütlich am Strand (Platja de Muro) verbracht.
Diese Erlebnisse waren aber eine der schönsten (vor allem landschaftlich) und beeindruckendsten für uns alle vier.

Begonnen hat alles mit der Bummelbahn, die von Palma nach Sóller fährt. Dieser Tour hatte uns schon dermaßen in unserem Reiseführer angelacht, dass wir das unbedingt erleben wollten.


Nach einer schier endlosen und aussichtslosen Parkplatzsuche mitten in Palma haben wir es dann doch noch wenigstens auf den 2. Zug geschafft, nachdem wir den 1. verpasst hatten.
Wir hatten das Glück im letzten Waggon ganz hinten zu sitzen, so konnten wir dann ab den ersten Metern nach draußen gehen und die gesamte Fahrt wirklich hautnah erleben.

Wir fuhren mitten durch die Stadt Palma, bis wir durch romantische Landschaften mit Oliven-, Orangen-, Zitronen- und Mistelbäumen und diverse Tunnel tuckerten. Mit durchschnittlich 27 km/h lässt es sich angenehm und gemütlich reisen.
In Sóller angekommen hat schon eine sehr altertümliche Straßenbahn auf uns gewartet, mit der wir weiter nach Port de Sóller gefahren sind.
Nach einiger Zeit am Strand mit kleinem Mittagspicknick ging es dann auch schon wieder zurück – mit Straßenbahn und Bummelbahn zurück nach Palma. Natürlich wieder auf und nicht in der Bahn 😉 Jorin ist bei den monotonen Geräuschen der Bahn sogar eingeschlafen, obwohl es nicht gerade leise war.

Von Pfauen…

Das Nächste Ziel war ein Naturpark in einer wunderschön gelegenen Landschaft: der „Reserva Puig de Galatzó“.
Hier wanderten wir ca. eine Stunde durch ein kleines Naturparadies mit kleinen Wasserfällen, beeindruckenden Felsformationen, vielen Pfauen, Enten, Gänsen und Schwäne, dich sich aus der Hand füttern ließen. Ich selbst war sehr beeindruckt, hatte ich selbst bis jetzt noch nie einen Pfau oder Schwan mit der Hand gefüttert bzw. so nah erlebt.
Nach der Wanderung sind wir am riesen großen Rastplatz mit Spielplatz, Esel und weiterem Getier angekommen und haben dort gepicknickt und weitere Vögel gefüttert.
Bevor wir dann den Rundweg Richtung Auto zurückgegangen sind, haben sich die Kids noch in die Fluten der dazugehörigen Quelle geworfen, die hübsch verpackt in kleinen Pools auf die kleinen und großen Schwimmer gewartet haben.
Zurück (Jorin diesmal müde auf Sepps Schultern) ging es wieder durch die wunderschöne, zum Teil dschungelähnliche Landschaft.

…und Klöstern

Der letzte Ausflug unserer Reise führte uns ins Tramuntana Gebirge zu einem sehr bekannten Kloster in wundervoller Lage. das „Monestir de Lluc“.
Hier konnten die Kids die traumhafte Landschaft sogar mit ihren Laufrädern erkunden, die wir extra auseinandergebaut in einem Koffer mit nach Mallorca genommen hatten. Einmal am Tag, genau um 13:15 Uhr singt der Kinderchor in der dazugehörigen Basilika. Unsere Jungs waren vom Orgelspiel, wie dem Gesang sowie der prunkvollen Ausstattung der Kirche so beeindruckt, dass sie erst gehen wollten, als auch alle anderen Menschen die Kirche verlassen haben. Ich muss dazu sagen, dass sie bis jetzt auch kaum Kirchen von innen gesehen haben und sie dieses viele Gold sehr gefesselt hat.
Wir hätten vorher nicht gedacht, dass dieser Ausflug unsere Jungs so beeindrucken könnte – aber das hat es. Uns Erwachsenen hatte es vor allem die Aussicht (auf´s Tramuntana Gebirge) angetan.


Actiontage mit gemütlichen Strandtagen zusammenzustellen, war für uns die perfekte Kombination – sei es für unsere Haut, die es kaum geschafft hätte, noch mehr Sonne am Strand auszuhalten, wie auch für unser Verlangen nach mehr als „nur“ am Strand zu sein.
So war viel los ohne zu überfordern, denn wir haben uns auch viel Ruhe gegönnt.

Für uns war es wichtig, viel auf dieser tollen Insel zu sehen und zu erleben – und ich denke, das haben wir gut hinbekommen 😉

So hat Mallorca für immer einen bleibenden Eindruck hinterlassen – für die Jungs genauso wie für uns Großen!

Und das Essen?

Ach ja, der kulinarische Genuss ist natürlich auch nicht zu kurz gekommen, dafür ist uns ESSEN viel zu wichtig 😉
Nachdem wir kein einziges Mal in diesem Monat auswärts gegessen haben, fragst du dich sicher, wie und womit wir uns so verpflegt haben.
Morgens gab es Müsli (aus glutenfreien Haferflocken) mit oder ohne Früchte für die Jungs und meinen Mann. Ich esse das erste Mal mittags (intermittierendes Fasten), so wie zu Hause auch. Ich hab mir immer ein kleines Müsli mit vielen Nüssen mitgenommen und als mein Mittagessen verzehrt.
Tagsüber gab es dann viele Früchte, Nüsse, Maroni, Quinoa-, Reis- oder Maiswaffeln, Datteln und Energiebällchen (von Zuhause mitgebracht).
Abends habe ich dann für uns gekocht, da hatten wir schon richtig hunger.
So sah´s aus:


Warst du auch schon auf Mallorca oder hast du vor, mal dorthin zu reisen?
Ich bin gespannt, wie du es erlebt hast!

 

Alles Liebe dir, Moana

 

P.S. Hier gibt es auch noch einen etwas genaueren Reisebericht auf Video – an unserem letzten Tag (am Strand) auf Mallorca:

 

 

Leave A Response

*

* Denotes Required Field