Kichererbsen-Curry

Die Ernährung meiner Kinder möchte ich so vielfältig wie nur möglich gestalten. Dass das eine oft enorme Kraftanstrengung für mich bedeutet und ich manches Mal nahe daran bin, Haare raufend und schreiend aus dem Haus zu laufen, kannst du dir vielleicht vorstellen.

Warum?

Ich brenne für Essen, für richtige Gerichte mit viel Geschmack und ohne Zusatzstoffe, natürlich und voller Energie (Vitalstoffe). Das liebe und möchte ich gerne mit allen Familienmitgliedern teilen und mit ihnen gemeinsam erfahren.

Schön und gut, die Realität holt mich aber gerne auf den Boden der Tatsachen zurück.

Denn: jeder einzelne in meiner Familie hat, wie auch in jeder anderen Familie, so seine Eigenheiten. Das ist noch nichts Ungewöhnliches.

Das herausfordernde in meiner Familie ist, das jeder einzelne, mich eingeschlossen, einen etwas… – wie soll ich es am besten beschreiben… – „besonderen Geschmack“ hat.

Kilian, mein ältester, ist allem Anschein nach gerade in dieser Phase seines Lebens, in der er alles abstoßend findet, was auch nur ansatzweise „gesund“ ist.

Fiona, meine einzige Tochter, ist noch am aufgeschlossensten, was gesunde Essen angeht. Trotzdem lässt sie sich selten auf Neues ein und ist in ihrer Ernährung sehr festgefahren.

Levin isst kaum Gemüse, liebt Kohlenhydrate vor allem in Form von Brot, Nudeln und Kartoffeln und hat noch einige Eigenheiten was seine Ernährung betrifft, dafür aber auch keine Flexibilität, was das Probieren von neuen Dingen angeht 🙂

Jorin, mein jüngster, beginnt am frühesten meiner vier Kinder mich mit geschmacklichen Eigenheiten herauszufordern. Dazu kommt, dass ihm noch acht Zähne bis zum vollen Milchgebiss fehlen, was die Herausforderung, ihm täglich fünf sehr abwechslungsreiche und natürlich gesunde Mahlzeiten anzubieten, etwas erschwert, da er sehr „kau-faul“ ist.

…und dann ist da noch Sepp, mein Lebensgefährte… und ich natürlich 🙂

Also, meine Aufgabe besteht nun darin, mich tagtäglich damit anzufreunden, gesunde Gerichte zu kreieren, die die Mehrheit isst, um unser aller „Heikel sein“ unter einen Hut zu bringen.

Heute möchte ich euch eines meiner Lieblingsgerichte vorstellen, das auch fast alle meine Kinder lieben:Kichererbsen-Kokos-Curry

Kichererbsen-Curry

Du benötigst:

  •   1,5 Tassen Basmativollkornreis
  • 1/2 Pkg. (=250g) getrocknete Kichererbsen über Nacht eingeweicht
  • und danach eine Stunde weich gekocht (oder aus der Dose)
  • 1 große Zwiebel oder eine Stange Lauch
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Karotten (Möhren)
  • ein großes Stück Knollensellerie oder alternativ
  • 3 Stangen vom Stangensellerie
  • 1 Dose Bio-Kokosmilch
  • 1 gr. EL Currypulver (die milde oder scharfe Variante)
  • 1 TL Kurkuma
  • ½ TL Korianderpulver
  • Schuss Sojasauce (ich verwende Lima Tamari)
  • (gute) Suppenwürze oder Salz zum Abschmecken
  • Kokosöl zum Braten
  • 1 gehäuften EL Reismehl zum Andicken der Sauce
  • Wasser nach Bedarf
  • Frischer Koriander zum Bestreuen
  • (optional – 6 Stück frische Feigen)

Zubereitung:

  1. Fülle den Basmativollkornreis mit der doppelten Menge Wasser in einen Topf. Gib den Deckel auf den Topf und lasse das ganze leicht aufkochen. Schalte die Herdplatte auf die geringste Stufe und lass den Reis nun 40 Minuten leicht köcheln. Hebe niemals den Deckel auf und auch Umrühren ist nicht notwendig. Nach der 40 Minuten Kochzeit stellst du die Herdplatte ab und lässt den Topf einfach stehen bis das Curry fertig ist. Der Reis dampft nach.
  2. Schneide den Knoblauch, Zwiebel oder die Stange Lauch, die Karotten (Möhren) und den Sellerie sehr klein (außer dein Kind isst auch große Gemüsestücke, dann kannst du es gerne in große Stücke schneiden)
  3. Gib Kokosöl in eine (Wok-)Pfanne und brate darin das vorher klein geschnittene Gemüse bei großer Hitze leicht an. Wende das Gemüse immer wieder, damit es nicht anbrennt.
  4. Lösche das ganze nun mit Kokosmilch, einem Schuss Sojasauce und etwas Wasser ab, gib das Curry- und Korianderpulver hinzu und lasse das ganze kurz aufkochen und dann bei geringer bis mittlerer Hitze köcheln, bis das Gemüse gar ist
  5. Dann die gekochten Kichererbsen untermischen
  6. Schneide die Feigen in jeweils drei Teile und lass sie in einer Pfanne mit heißem Kokosöl kurz anbraten
  7. Das Curry mit Salz oder Suppenwürze abschmecken und auch den Reis leicht salzen
  8. Falls das Curry zu wässrig ist, kannst du es mit etwas Reismehl binden indem du es hinzufügst und kurz köcheln lässt
  9. Den Reis mit dem Curry anrichten (und optional: mit den gebratenen Feigen garnieren – oder die gebratenen Feigen kleinschneiden und in das Curry mischen)
  10. Mit klein geschnittenem Koriander bestreuen

 

Lasst es euch schmecken!

Deine Moana

P.S. Falls es dir so wie uns geht, richte dir gleich ein paar mehr Feigen her 😉

7 Comments

  • Ker

    Reply Reply 19. August 2015

    Das probier ich sicher aus, mmhhhh! Klingt super!

    • Moana Wagner

      Reply Reply 19. August 2015

      Das freut mich!

  • Andreas

    Reply Reply 29. August 2015

    Das sieht sehr sehr lecker aus 😀

  • Inesa

    Reply Reply 3. November 2016

    Liebe Moana,

    Ich wüsste gerne wie man Kurkuma zu verwenden hat? In der Zutatenliste steht Kurkuma drin, ansonsten finde ich leider im Rezept keine weitere Angabe diesbezüglich.

    Herzlichen Dank
    Inesa

    • Moana

      Reply Reply 3. November 2016

      Liebe Inesa,
      ich verwende Kurkuma-Pulver, dass ich zusätzlich ins Curry mische um Geschmack und Farbe zu intensivieren.
      Grüne Grüße, Moana

  • Heidrun Krisa

    Reply Reply 2. Dezember 2016

    Liebe Moana,

    das klingt wirklich nicht ganz einfach so wie du die „Vorlieben“ deiner Kinder beschreibst… Sehr bewundernswert, dass du dich nicht „unterkriegen“ läßt und weiter nach gesunden, schmackhaften Möglichkeiten suchst!
    Ich bin da mit meinem Sohn (10) sehr gesegnet – er ißt so gut wie alles (außer scharf und bitter – bei Radiccio streikt er: „Mama, wie kann man DAS essen!?) und gerne noch dazu.
    Heute hatten wir gekochte Maroni und Kohlsprossen.
    Liebe Grüße, Heidi

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