Frei sich bilden – mehr als nur eine Alternative

Bagger schauen

„Papa, mach bitte das Garagentor auf, ich brauche meine Sägen und den Hammer!“ ruft Levin (5) um 07:45 Uhr aus dem Garten hoch, während Jorin (2) bereits in der Sandkiste „Smoothies“ mit Sand, Wasser und Gras zubereitet. Die Jungs wollten bereits gleich nach dem gemeinsamen Frühstück, bei dem Levin über seine vielen heute geplanten Tätigkeiten und Arbeitsschritte auf seiner „Baustelle“ berichtet hatte, in den Garten, um ihre Arbeiten zu beginnen bzw. fortzusetzen… so in etwa starten des Öfteren „Frei sich bilden – Tage“ für unsere beiden jüngsten Kinder… während für ihre älteren Geschwister (15, 16) gerade die erste Schulstunde angebrochen ist…

Baustelle

 

Diesen Artikel möchte ich dem „Frei sich bilden“ widmen – ein Thema, welches uns seit längerer Zeit unheimlich begeistert und nicht mehr loslässt.

 

„Frei sich bilden“* (auch bekannt als „Freilernen“ oder „unschooling“) – was heißt das überhaupt genau?

Es gibt meines Erachtens keine allgemein gültige Definition, da sich das „Frei sich bilden“ für jeden individuell und persönlich gestaltet.

Einen aussagekräftigen Satz, der mir aus einem Buch übers „Freilernen“ in Erinnerung geblieben ist, möchte ich hier zu Beginn anführen:

„Die Welt ist das Klassenzimmer, die Mitmenschen die Lehrer und das Leben ist die Schule“

 

„Frei sich bilden“ beginnt grundsätzlich von Geburt an – wir sind evolutionär dazu bestimmt, uns ständig zu bilden und weiterzuentwickeln. Die „Lernthemen“ eines „Frei sich bildenden“ ergeben sich aus seiner direkten Lebensumwelt – „lernen“ passiert ständig, spielerisch und überall.

Wie André Stern es schön formuliert, macht ein Kind keinen Unterschied zwischen Leben, Lernen und Spielen… es ist für das Kind eine organische Einheit.

Unsere jüngsten Söhne reden nie davon heute dies und das „gelernt“ zu haben. Sie haben fürs „Lernen“ zig Begriffe, z.B. „arbeiten“, „gemacht“, „entdeckt“, „gespielt“, „gesehen“, „gehört“… und ihr „Lernen“ passiert mit Begeisterung und Hingabe, lustvoll und authentisch.

 Sand arbeiten

„Lernen“ aus eigenem Antrieb und Interesse heraus!

„Lernen“ hat für unsere Söhne, die ohne „Fremdbetreuung“ in frühkindlichen Bildungseinrichtungen aufwachsen, noch keinen negativen Beigeschmack von Anstrengung, Widerwillen, Leistungsdruck, Stress, Kontrolle, Bewertung, Fremdbestimmung…, so wie es sich für viele beschulte Menschen verhält (mich eingenommen… ich beginne erst jetzt mit Ende 30 mich Stück für Stück zu entschulen…).

Wir (meine Frau und ich) sehen uns als Begleiter und ermöglichen es unseren Söhnen bedürfnisorientiert ihren eigenen Interessen zu folgen und sich auf diese Weise zu bilden, wie es sich für sie am geeignetsten darstellt.

Dabei „lernen“ unsere Söhne automatisch von ihren Stärken ausgehend und es erfolgt keine Konzentration auf irgendwelche Schwächen oder Defizite. Von Tag zu Tag erweitern sich ihre Interessen und „Lernthemen“ aus ihrer intrinsischen Motivation heraus und alles „Lernen“ wird mit positiven Gefühlen verbunden.

Franziska Klinkigt beschreibt als intrinsische Motivation, die Entfaltung des natürlichen Drangs, die Welt in ihrer Vielfalt zu entdecken – motiviert aus sich selbst heraus und zum für die Person richtigen Zeitpunkt.

Straßenarbeiten

Klare Fakten aus der Gehirnforschung und Vertrauen in die Kinder!

Die Gehirnforschung kam schon vor Jahren zum Ergebnis, dass Menschen nur dann nachhaltig und am besten lernen, wenn sie aus eigenem Interesse und Antrieb heraus, sich (spielerisch) einem Lerninhalt widmen und diesbezüglich emotional aufgeladen („getriggert“) sind.

Belehrung, Bevormundung, Leistungsdruck und Erziehung sind der Bildung größte Feinde!

Deshalb haben wir das Wort „Erziehung“ und alle damit verbundenen methodischen und didaktischen Vorgehensweisen nicht nur aus unserem Wortschatz verbannt.
Wir Eltern erinnern uns auch stets gegenseitig daran, wenn wir uns dabei ertappen, unbewusst in alte „Erziehungsmuster“ abzurutschen. Wir glauben fest daran und viele Menschen, die diesen Weg bereits gehen durften, bestätigen uns in diesem Vertrauen, dass Menschen, die „frei sich bilden“, alles lernen werden, was sie fürs Leben benötigen.

So wie Kinder in ihren ersten Lebensjahren z.B. ihre motorischen und sprachlichen Fähigkeiten ohne pädagogische Interventionen, aus ihrem eigenem inneren Antrieb heraus selbstbestimmt erwerben, vertrauen Familien beim „Frei sich bilden“ auch weiterhin darauf, dass ihre Kinder sich alles Wissen innerhalb kurzer Zeit selbst aneignen können, welches für sie in ihrem Lebenskontext wichtig und notwendig erscheint.

 Bücher erkunden

Welche Rahmenbedingungen sind dafür notwendig?

Uns als Eltern kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, immer für sie da zu sein, wenn sie uns brauchen und ihnen Sicherheit, Geborgenheit, Struktur und Liebe zu geben.

Wir stellen Begleiter dar, schaffen die notwendigen Rahmenbedingungen (Material, Raum, Ort, Strukturen, Rhythmus…) und Netzwerke fürs „Frei sich bilden“ und bemühen uns, neben der eigenen Vorbildfunktion (wenn z.B. Eltern nicht gerne oder ohne Begeisterung lesen, werden auch die Kinder nicht gerne lesen!), Menschen um uns herum zu haben, die durch die Art wie sie leben und durch die Aktivitäten, denen sie nachgehen, Lernmodelle zur Verfügung stellen.

„Frei sich bilden“ bedeutet, die Kinder so gut wie möglich ins wahre Leben (auch ins Leben und Arbeiten der Eltern) einzubinden und ihnen zu helfen, die Antworten auf ihre Fragen zu finden, damit sie ihre in ihnen angelegten Potenziale optimal entfalten können.

Somit sind Eltern von „frei sich bildenden“ Kindern weit weg davon „nichts zu tun“, wie Kritiker oft behaupten.

 Malen

Lebensnahes Lernen!

„Frei sich bildende“ lernen natürlich und lebensnah inmitten des Lebens und nicht in künstlich geschaffenen Lernräumen. Es stellt für uns einen Gewissenskonflikt und Widerspruch dar, die Kinder aus der Alltagssituation herauszunehmen und in eine künstlich hergestellte Umgebung (Schule) zu stecken, in welcher sie dann lernen sollen, wie die Welt außerhalb des Schulgebäudes funktioniert.

Wie es Bertrand Stern formuliert, geht es beim Lernen in der Schule leider kaum um Kompetenz, um Könnerschaft, um Wissen, also um jene Potenziale, mit denen Menschen eigentlich geboren sind und die regelrecht danach rufen, sich entfalten und gedeihen zu dürfen, nein, das Lernen wird im schulischen System zu einer Sache, einem Objekt gemacht, also zu etwas, das sozusagen separat vom eigentlichen Leben stattfindet.

Das Ziel beim Lernen in der Schule ist leider oft vorrangig nur das Bestehen der Prüfungen, der Tests und Schularbeiten… nicht das freudige Entdecken und Begreifen steht im Mittelpunkt, sondern die oftmals mühsame Last, sich etwas nach einem Plan hineinziehen zu müssen.

Außerdem führt Bertrand Stern hinsichtlich schulischen Lernens einen Umstand an, den ich nur auch allzu gut an mir kennengelernt habe, nämlich, wie schnell Menschen das Gelernte, Geübte, Geprüfte nach der Prüfung, den Tests und Schularbeiten wieder vergessen!

 Feuer machen

Und die Frage zur Sozialisation?

„Frei sich bilden“ darf nicht heißen, sich zu Hause mit den Kindern einzusperren!

Das soziale Miteinander und – Lernen (der Mensch ist von Geburt an ein soziales Wesen und muss nicht erst in der Schule sozialisiert werden) beim „Frei sich bilden“ passiert in Familien, in Vereinen, in Spiel- / Lerngruppen, gemeinsamen Projekten, Kursen, Bibliotheken, Spielplätzen, Freibädern, auf Reisen… mit Menschen unterschiedlichen Alters und generationenübergreifend und nicht im Klassenzimmer, eingepfercht mit 20 und mehr Kindern gleichen Alters, die man sich nicht aus freien Stücken heraus oder der Sympathie wegen ausgesucht hat und mit denen man sich in den kurzen Pausen zwischen den Unterrichtsstunden „sozialisieren“ darf / soll.

Argumente, dass Kinder durch die Schule auf die harte Realität, welche angeblich später im Berufsleben an der Tagesordnung stehen soll, vorbereitet werden sollen… zählen für uns nicht.

Wie schaut denn diese harte Realität in der Schule nur allzu oft aus? Mobbing, Gewalt, Rangordnung, das Recht des Stärkeren, Rücksichtslosigkeit, Feigheit, Leistungsdruck, Anpassung und Leistung um jeden Preis etc. – das stellt für uns keine gelungene Sozialisation dar und ebenso keine gute Vorbereitung auf die harte Realität im Berufsleben (wo jeder Dienstnehmer bei solchen vorherrschenden Bedingungen sofort kündigen würde!) – nein, Kinder erleiden dabei leider nur allzu oft tiefgehende Brüche!

Unseren Kindern sollen wir das antun, weil es ja uns auch nicht geschadet haben soll?

Geschwisterliebe

… noch ein bisschen mehr „Frage – Antwortspiel“…

Hat uns der Schulbesuch wirklich nicht geschadet?

Konnten wir dadurch die in uns angelegten Potenziale voll entfalten, wo wir in der Schule zumeist nur wenig als Subjekt wahrgenommen und hauptsächlich zu Objekten (durch Benotung, Bewertung, Mittel zum Zweck…) degradiert worden sind?

Würden wir als Erwachsene an solch einen Ort geschickt werden – wo wir noch dazu in 50 Minuten – Intervallen, Lernthemen, Prüfungen, Tests… – egal ob für uns interessant bzw. gewollt oder nicht – ausgesetzt würden, mit der Belohnung durch Noten und Zeugnisse fürs „brave“ Lernen… würden wir nicht auf der Stelle rebellieren?

Wurde so manchem von uns durch den Schulbesuch nicht auch sukzessive die Freude und Begeisterung am Lernen, die naturgegebene Neugierde und Offenheit mehr oder weniger verleidet?

Ich möchte an dieser Stelle nicht noch weiter in die Schulkritik verfallen… und schon gar nicht das Lehrpersonal angreifen, von dem ich im Rahmen meiner Arbeit auch viele wunderbar engagierte und „am Kind bemühte“ LehrerInnen kennengelernt habe.

Es handelt sich hierbei vielmehr um systemische Kritik – es muss sich was ändern – darüber sind sich die meisten einig!

Zumindest habe ich in meinem momentanen Lebenskontext mit vielen Menschen zu tun, die nach Alternativen suchen… für uns stellt das „Frei sich bilden“, wie bereits erwähnt, mehr als nur eine Alternative zum Schulbesuch dar.

Holzarbeiten

„Frei sich bilden“ – eine bewusste Entscheidung und Lebenseinstellung!

Unserer Meinung nach wissen Kinder genau, was sie brauchen und sie wissen es sich auch gekonnt zu holen, wenn ihnen die passenden Rahmenbedingungen eröffnet werden.

Sie sind auch als Kinder schon vollwertige Menschen (Subjekte!), die nicht erst zurechtgebogen, geformt oder gar vom Objekt zum „Menschen“ (Subjekt) erzogen werden müssen. Deshalb sollten sie – ganz gleich wie wir Erwachsene – auch selbst die Entscheidung darüber treffen können, wie und wo und was sie lernen möchten.

Wenn dabei die Entscheidung des „Wo´s“ auf die Schule fällt, sollte dies dem Kind natürlich auch ermöglicht werden. „Frei sich bilden“ ist, zu akzeptieren, dass Lernen und Wissen und Bildung für mein Kind oder jeden anderen Menschen anders aussehen können als für mich.

„Frei sich bilden“ ist eine bewusste Entscheidung, eine Haltung und Lebenseinstellung, die beinhaltet, verantwortlich für das eigene Handeln zu sein, respektvoll mit anderen Lebewesen, der Natur und allem was existiert umzugehen und ganz einfach offen und neugierig zu sein und zu bleiben!

 

„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“
Astrid Lindgren

Josef

 

 

 

Josef

 

 

*Beim Begriff „frei sich bilden“ halte ich mich an Bertrand Stern, der damit das Rückbezügliche dieses Prozesses hervorhebt: das „sich bilden“ ist nicht an Ziele, Zwecke, Formen gebunden und das an den Anfang gesetzte „frei“ beschreibt die Qualität des „sich bildens“.

 

Wer mehr über das „Frei sich bilden“ erfahren möchte – hier ein paar aktuelle Bücher, die ich vorbehaltlos empfehlen kann und aus denen auch Inspirationen zu diesem Artikel eingeflossen sind:

  • Wir sind so frei: Freilerner-Familien stellen sich vor, Herausgeber: Kern Karen, Stefanie Mohsennia, Gabi Reichert, Heike Meimar
  • Wer sein Kind liebt …: Theorie und Praxis der strukturellen Gewalt, Franziska Klinkigt
  • Saat der Freiheit – Impulse für aufblühende Bildungslandschaften (Akt), Bertrand Stern
  • Frei sich bilden: Entschulende Perspektiven, Bertrand Stern
  • Das große Unschooling Handbuch: Freilernen: Die ganze Welt als Klassenzimmer, Mary Griffith
  • Spielen, um zu fühlen, zu lernen und zu leben, André Stern

 

P.S. Weiter Infos über unser Leben als Frei sich bildende findest du auf der neuen Webseite freilerner-wg.com

7 Comments

  • SORAJA

    Reply Reply 12. Oktober 2016

    Sehr schön geschriebener Artikel. Ich finde allerdings dass das sich frei Bilden auch bedeutet, dass sich Kinder wenn sie das wollen auch an einer Schule bilden dürfen. Wir haben lange Zeit im Ausland gelebt, mir wurde sie Freiheit gegeben mich zu Bilden oder es sein zu lassen. Lernmaterial war vorhanden. Rückblickend hätte ich mir schon viel früher gewünscht auf eine Schule gehen zu dürfen. In der 7 Klasse kam ich dann auf eine Waldorfschule in Südafrika und dann in Süddeutschland. Es war das beste was mir nur passieren konnte. Das Abgehen von der Schule fiel mir enorm schwer. Wie man sich am besten bildet ist denke ich individuell.

    • Josef

      Reply Reply 14. Oktober 2016

      Liebe Soraja!
      … ja – dass Kinder sich auf ihren Wunsch hin auch in der Schule bilden dürfen können, das sehen wir auch genauso – genau um das gehts ja auch beim Frei sich bilden, dass Kinder das Wie, Wo und Wann ihrer Bildung selbst entscheiden sollten – und wenn dann die Entscheidung auf die Schule fällt, weil es im Lebenskontext des Kindes gerade am passendsten erscheint, soll – nein muss – dies auch von den Eltern respektiert werden – es geht schließlich um die Würde des Kindes… wie du es wunderbar sagst, ist – wie man sich am besten bildet – eine äußerst individuelle Angelegenheit. Ganz liebe Grüße, Josef.

  • Nadine

    Reply Reply 13. Oktober 2016

    Wunderbarer Artikel! Danke dafür. Sehr schön geschrieben und wirklich alles mit einbezogen. Den muss ich doch glatt weiterleiten 🙂
    Ganz liebe Grüße,
    Nadine

    • Moana

      Reply Reply 14. Oktober 2016

      Vielen lieben Dank und herzliche Grüße, Moana

  • Nicole

    Reply Reply 15. Oktober 2016

    Sehr schöner Artikel. Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Leider hapert es bei uns aber an der Umsetzung.
    Mein Sohn ist mittlerweile 12 Jahre alt und ich finde es immer unerträglicher ihm dabei zuzuschauen, wie er in der Schule leidet. Er hat viele, viele Fehltage und klagt über Übelkeit, Bauch- und Kopfschmerzen. In den Ferien dann, blüht er regelrecht auf und es geht ihm viel besser. Auch unsere Beziehung leidet sehr unter der Schulsituation und wir streiten uns oft. Ich sehe wie uns in diese Situation gefangen hält und wir da irgendwie nicht herauskommen. Ich wünschte, ich hätte schon viel früher vom „frei sich bilden“ und „Freilernen“ erfahren, dann hätte ich von Anfang an vieles anders gemacht. Leider habe ich erst angefangen mich damit zu beschäftigen, als es meinem Sohn immer schlechter ging. Vorher kam ich gar nicht auf die Idee, dass es da noch andere Möglichkeiten gibt. Ich bin, wie wahrscheinlich die meisten Menschen in Deutschland, mit dem Gedanken aufgewachsen, dass ein Kind in die Schule gehen MUSS und dann bitte auch noch eine große Dankbarkeit dem System gegenüber zeigen muss, dass er dieses Privileg empfangen darf. Selbst mein Sohn kann sich nicht vorstellen, dass es einen freien Weg gibt. Als ich ihm einmal sagte, dass ich am liebsten mit ihm auf und davon reisen und die Welt zu unserem zu Hause machen würde, sagte er nur, dass das doch nicht ginge, denn er müsste ja schließlich zur Schule gehen…

  • Silvia

    Reply Reply 10. Dezember 2016

    Ein sehr berührender Artikel. Wie ist es mit der Schulpflicht in Deutschland? Geht das überhaupt ?
    Liebe Grüße Silvia

    • Moana

      Reply Reply 30. Dezember 2016

      Liebe Silvia,
      wir leben in Österreich und hier gibt es keine Schulpflicht, aber eine Bildungspflicht, durch die wir uns auch beschnitten fühlen.
      Grüne Grüße, Moana

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