einfaches saftiges Haferbrot – schnell gemacht

Brot, immer wieder Brot.

Mittlerweile habe ich eine ganz eigene Beziehung zu Brot.

Warum?
Seit ich so viel über die Hintergründe unseres Essens, unsere Lebensmittel weiß, habe ich natürlich eine ganz andere Beziehung dazu entwickelt.
So auch zu Brot.
Da hat alles mit dem Spruch eines Bekannten angefangen (Bioladenbesitzer, bewusst und ganzheitlich denkender Mensch und langjähriger Rohköstler):„Brot macht tot!“

Ich war fertig!

Aber je mehr ich über einzelne Lebensmittel und Inhaltsstoffe, Makro- und Mikronährstoffe, Enzyme und Zusatzstoffe erfuhr, umso kritischer wurde mein Blick in Bezug auf Ernährung.

Umso kritischer wurde auch mein Blick auf Brot.

Alle meine Gedanken darüber zusammengefasst ergeben diese Schlussfolgerungen:

  • Gluten ist für unseren Körper nicht geeignet.
  • Wir nehmen allgemein viel zu viel Getreide zu uns.
  • Wir essen generell zu viele isolierte Kohlenhydrate (kein Vollkorn).

 

Daraus hat sich für mich folgendes ergeben:

  • Wenn es bei uns Brot/Gebäck/Brötchen gibt, dann hauptsächlich glutenfrei in Form von glutenfreiem Hafer, Hirse, Buchweizen, Quinoa, Mais, usw.
  • Wenn es hin und wieder Brot/Brötchen aus frisch vermahlenem Dinkel und Roggen gibt, dann ist das absolut okay und wir können gut damit leben (nachdem keiner in unserer Familie eine äußerlich sichtbare Gluten Unverträglichkeit aufweist).
  • Wenn wir Brot essen, dann mit noch mehr Genuss und ohne schlechtes Gewissen!

 

So gibt es (sehr zum Leidwesen meines Mannes, denn er ist bzw. war ein absoluter Brotfanatiker) oft einige Wochen kein Brot, dafür dann in einer Woche gleich zwei Mal.

Und nun?

Heute hatte plötzlich Lust auf Brot. Ich sah mich in der Küche um – die Zutaten waren alle vorhanden – also stand dem nichts mehr im Wege, ein frisches köstliches Brot für unser Abendessen zu machen.
Gesagt getan!

Eine Brotphase war angetreten 😉

Sauerteig hatte ich leider keinen mehr, deshalb griff ich nur zu frischer Hefe.

Saftig sollte es werden, deshalb raspelte ich Karotten in den Teig.

Leicht würzig mag ich besonders gerne, also musste ordentlich Brotgewürz her.

Was zu kauen brauchten wir auch, also kamen noch Samen/Körner hinzu.

einfaches saftiges Haferbrot – schnell gemacht

Brot

 

Das sind die gesamten Zutaten (für zwei Brote):

1 kg Hafermehl (oder glutenfreie Haferflocken zu Mehl mixen)
200 g Teffmehl (kann auch durch irgendein anderes vollwertiges Mehl ersetzt werden)
400 g Buchweizenmehl
4-5 EL Brotgewürz (fein oder grob, ganz nach eigenen Vorlieben)
6 EL Sesam
150 g Sonnenblumenkerne
6 EL Leinsamen geschrotet
2 große dicke Karotten
6 TL Salz
2 Pkg. frische Hefe (oder 3 Pkg. getrocknete)
ca. 1 l handwarmes Wasser

 

Zubereitung:

1. Mehl und Kerne in eine große Schüssel geben und verrühren
2. Salz ins Mehl geben (an den Schüsselrand)
3. Karotten grob in den Teig raspeln und vermischen
4. Hefe mit einem Teil des warmen Wassers verrühren und zum Mehl gießen
5. Mit einem Esslöffel oder einem Kochlöffel den Teig verrühren und verstreichen
6. Das restliche Wasser dazu gießen und weiterhin verrühren und verstreichen bis das gesamte Mehl gut mit Wasser vermischt ist und ein Teigklumpen entstanden ist
7. An einem warmen Ort die zugedeckte Schüssel mindestens eine halbe Stunde rasten lassen
8. Das Backrohr auf 250° Grad, Ober-/Unterhitze einschalten
9. Die Hälfte des (etwas klebrigen) Teiges herausnehmen, leicht in Mehl wenden, mit einer leichten Drehbewegung auseinander ziehen, länglich formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen
10. Dasselbe mit der zweiten Teighälfte machen und längs daneben legen – Abstand zwischen den Broten halten

11. 15 Minuten rasten lassen – in der Zwischenzeit heizt sich auch das Backrohr auf
12. Das Brot im Backrohr mittig platzieren und 10-12 Minuten bei 250° Grad backen
13. Auf 180° Grad zurück schalten und weitere 25-30 Minuten backen lassen
14. Das Brot aus dem Ofen holen und leicht auskühlen lassen (je frischer das Brot, umso schwieriger ist es oft zu schneiden)

 

Wir haben dieses Brot mit frischem Aufstrich gegessen und einen Tag später zu einem bunten Eintopf gemampft.

Damit wünsche ich auch dir eine bewusste und genussvolle Brotphase!

Alles Liebe, Moana

 

P.S. Glutenfreies Brot bröselt und bricht viel leichter beim Schneiden als Gluten haltiges Brot – eh klar, dem Brot fehlt auch der Kleber, der alles zusammenhält.

 

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