Apfelnockerl mit 2×2 Zutaten

Die Geschmäcker meiner vier Kinder und meines Lebensgefährten unter einen Hut zu bringen braucht oft großes Geschick.

Nachdem ich heute Vormittag so gar nicht wusste, was ich meinen Lieben zu Mittag auftischen sollte, entschied ich mich als erstes für einen Rundgang durch die Küche und die Speisekammer. Da springt mir dann meistens etwas ins Auge und das Mittagessen, zumindest in gedanklicher Form, ist geboren.

Was mir heute ins Auge stach waren die vielen Äpfel in unserem kühlen Kellerraum. Einfach, unkompliziert und lecker muss das Gericht werden. Kochen und genießen im Nu.

Da fielen mir die Apfelspatzen ein, die ich schon in meiner Kindheit so geliebt habe. Das ist das Richtige!

Apfelspatzen, Apfelnockerl oder Apfelspätzle – Namen gibt es einige – gelingen wunderbar einfach und sind schnell zubereitet. Aber das Beste daran: sie schmecken einfach kööööstlich! Ob heiß oder kalt, ob als Hauptspeise, Nachspeise oder Jause zum Mitnehmen – Apfelspatzen können immer dafür her halten 😉 Ich liebe sie heiß und auch jedes einzelne meiner Kinder kann ihnen nicht widerstehen.

Nun aber endlich zum einfachen Rezept für die perfekte Kinderküche:

Apfelspatzen mit 2×2 Zutaten

Du benötigst:                                          6 große süße Äpfel

                            Zimt

                            0,5 kg Dinkelvollkornmehl

                            Wasser

                            (Prise Salz)

  1. Fülle das Mehl in eine Schüssel
  2. Optional gebe eine Prise Salz dazu
  3. Gib so viel Wasser zum Mehl bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Am besten rührst du den Teig kräftig mit einem kleinen Schneebesen durch. Der Teig sollte nicht zu flüssig sein um durch die Spätzlereibe zu rinnen und natürlich nicht zu fest sein, sonst bekommst du ihn nicht durch die Reibe.
  4. Lass den Teig etwas ruhen. Meist musst du, bevor du ihn dann verarbeitest, noch etwas Wasser nachgießen. Er sollte immer schön geschmeidig aber doch zähflüssig sein.
  5. Schäle die Äpfel, entkerne sie und schneide feine Scheiben
  6. Gib die Apfelscheiben in einen Topf mit etwas Wasser und dünste sie bei geschlossenem Deckel bis sie weich sind
  7. Stelle einen großen Topf mit Wasser auf (Spätzle benötigen viel Wasser zum Kochen) und salze es eventuell
  8. Teig portionsweise durch die Spätzlereibe drücken (ins kochende Wasser). Sobald die Spätzle auf der Wasseroberfläche schwimmen, mit einer Schaumkelle herausnehmen. Gut abgetropft in einen Topf oder Schüssel geben.
  9. Die fertigen weichen Apfelscheiben zu den Spätzle geben und durchmischen
  10. Kräftig mit Zimt bestreuen und durchmischen

Fertig ist dieses einfach köstliche (Kinder-) Gericht!

Falls du keine Spätzlereibe zur Hand hast oder dir auch nicht extra eine anschaffen möchtest (was ich gut verstehen kann und auch nicht sein muss) kannst du aus dem Spätzleteig auch kleine Nocken formen. Für diese Variante musst du allerdings etwas mehr Zeit (ca. 10 Minuten) einplanen.

Das funktioniert folgendermaßen:

Wenn dein Teig fertig geruht hat „stichst“ du sozusagen immer einen Teelöffel Teig heraus und lässt ihn in das köchelnde Wasser gleiten. Dann lässt du die Nocken einige Minuten köcheln bis du sie abschöpfst.

Es kommt immer auf die Größe der Nocken an, wie lange sie tatsächlich köcheln müssen. Am besten, du probierst es aus, indem du eine große Nocke zerteilst.

Wenn sie innen „durch“ sind, kannst du sie abseihen und mit den gedünsteten Apfelscheiben und dem Zimt vermischen.

Ich wünsche deinen Kindern und dir einen guten Appetit beim Vernaschen dieser einfachen Köstlichkeit!

Viel Spaß beim Nachkochen!

Moana

 

P.S. Falls dir dieses Gericht nicht süß genug ist oder du nur sehr säuerliche Äpfel zu Hause hattest und nun mehr Süße benötigst, empfehle ich dir etwas Kokosblütenzucker drüber zu streuen. Passt wunderbar durch seine karamellige Note und ist eine gesunde Alternative zu herkömmlichem Haushaltszucker. Ansonsten kann ich dir Dattelsirup oder echten Birkenzucker empfehlen (nicht den aus Mais gewonnenen): sieht aus wie Haushaltszucker, süßt identisch aber hat 40% weniger Kalorien.

P.P.S. Lass mich bitte wissen, wie dir mein Rezept gefällt!

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